Streit um "De minimis"-Regelung 

“Völlig falsch”: Coinbase-CEO wehrt sich gegen Anti-Bitcoin-Lobbyvorwürfe

Will die führende US-Krypto-Börse neue Steuererleichterungen für Bitcoin verhindern? Jetzt äußert sich Brian Armstrong selbst zu den Anschuldigungen.

Tobias Zander
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Ein kahlköpfiger Mann mit schwarzem Hemd und Headset-Mikrofon gestikuliert mit beiden Händen, während er auf der Bühne vor einem blauen Hintergrund mit Coinbase-Logos und weißem Text spricht.

Beitragsbild: picture alliance

| Coinbase-CEO Brian Armstrong

Setzen sich ausgerechnet große Krypto-Unternehmen wie Coinbase gegen Steuerbefreiungen für Bitcoin-Zahlungen im Alltag ein? Das behauptete zumindest “Truth for the Commoner” (TFTC), ein Bitcoin-Kanal mit fast 100.000 Followern auf X. Am Mittwoch wurde dort berichtet, dass Coinbase den Gesetzgebern mitgeteilt hätte, dass “niemand Bitcoin als Zahlungsmittel nutzt” und dass eine De-minimis-Ausnahme für BTC daher “von vornherein zum Scheitern verurteilt” sei.

TFTC argumentierte dabei mit wirtschaftlichen Interessenkonflikten, denn eine De-minimis-Regelung, die zwar Bitcoin, nicht aber Stablecoins abdeckt, würde die Krypto-Leitwährung plötzlich zu einer attraktiveren Zahlungsoption machen. Das Resultat: Nutzer würden aus dem Stablecoin-Ökosystem von Coinbase abziehen, welches der Krypto-Börse im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 1,35 Milliarden US-Dollar verschafft hat.

Armstrong schießt zurück: Bitcoin-Saulus oder Bitcoin-Paulus?

Der Coinbase-Chef weist diese Anschuldigungen nun aber deutlich zurück. In einem X-Post antwortet er direkt: “Ich weiß nicht, woher ihr diese Fehlinformation habt (vielleicht könnt ihr uns das verraten?), aber das ist völlig falsch.” Tatsächlich habe er selbst “viel Zeit damit verbracht”, sich für eine Steuerbefreiung von Bitcoin im Rahmen der diskutierten De-minimis-Regelung einzusetzen, und wolle dies auch weiterhin tun.

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Pro-Krypto-Senatorin Cynthia Lummis erklärte zuvor, dass sowohl der Steuerausschuss des Repräsentantenhauses als auch der Finanzausschuss des Senats derzeit über eine Freigrenze von 300 US-Dollar für Krypto-Transaktionen beraten würden. Grundlage wäre ein Gesetzentwurf, den sie bereits im Juli 2025 eingebracht hatte. Dadurch sollen kleinere Zahlungen steuerfrei bleiben, solange der Gesamtbetrag pro Jahr nicht über 5.000 US-Dollar liegt.

Das würde den bürokratischen Aufwand deutlich reduzieren und Bitcoin stärker als Zahlungsmittel positionieren. Im Gegensatz zu Deutschland unterliegen Krypto-Assets in den USA grundsätzlich der Kapitalertragssteuer und es gibt keine Jahreshaltefrist. Welche Fake News zu Letzterer auf Social Media kursieren, lest ihr hier: “Sind Krypto-Gewinne durch die geplante Steuerreform bedroht?

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