Phishing: Mehr als die Hälfte aller Angriffe zielt auf Finanzdaten ab

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: Spying on his neighbors via shutterstock

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Mehr als die Hälfte aller Phishing-Angriffe aus dem vergangenen Jahr zielten auf Finanzdaten der Nutzer ab. Wie aus einer Studie der Kaspersky-Labs hervorgeht, waren knapp 54 % der Cyber-Attacken aus dem Jahr 2017 darauf ausgelegt, Kreditkarteninformationen und ähnliches abzugreifen.

Wer hätte das gedacht – die meisten Angriffe im digitalen Bereich haben es auf Finanzdaten abgesehen. Wie Kaspersky in einer abschließenden Studie aus dem Jahr 2017 herausgefunden hat, sind die Zahlen vor allem im Bereich der Bezahlsysteme steigend. Dort erhöhte sich die Anzahl der Angriffe im Vergleich zum Vorjahr um 16 %. So waren es offenbar gerade gefälschte Websites, die Kreditkarten- und ähnliche Informationen der Nutzer ausspähen wollten. Mit eins zu eins kopierten Oberflächen und kleinstmöglichsten Änderungen in den URLs versuchen die Angreifer, an sensible Informationen der Nutzer zu kommen


Dass man bei sensiblen Daten gerade auch im Kryptobereich Vorsicht walten lassen muss, zeigt allein der technische Hintergrund der Technologie. Ein Beispiel für solche Angriffe ist der Seed-Hack von IOTA im Januar. So hatten Unbekannte eine Homepage aufgesetzt, mit der man online einen Seed für IOTA-Wallets generieren kann. Was die Nutzer nicht wussten: Die Betreiber der Webseite sicherten sich eine Kopie der Seeds und konnten somit zahlreiche Wallets ausspähen und leerräumen. (Wie man das richtig macht, könnt ihr hier nachlesen). Auch Angriffe auf komplette Online-Börsen sind keine Seltenheit. Im vergangenen Jahr hagelte es überdies immer wieder Angriffe auf südkoreanische Börsen. In der Gerüchteküche zeichnete man hier immer wieder das Regime um Kim Jong-un verantwortlich – Bestätigungen bleiben hier ob der Anonymität jedoch aus.

Phishing-Angriffe vor allem im Finanzbereich

Prozentual gesehen stiegen die Angriffe im gesamten Bereich des Financial Phishing an. In Bezug auf Banken stiegen die Zahlen so um 1,2 Prozentpunkte auf 27 % an. Angriffe auf Bezahlsysteme stiegen hingegen um 4,3 Prozentpunkte und Angriffe auf Online-Shops um 0,8 Prozentpunkte auf 11 %. Damit bilden diese drei Kategorien laut Studie erstmals die Top-3-Kategorien bei Phishing-Angriffen.

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