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Marktupdate Zitterpartie bei US-Wahlen beflügelt Bitcoin-Kurs

Die Mining Difficulty hat den Rückwärtsgang eingelegt, während die Bitcoin Rich List um einen Teilnehmer ärmer ist. Das Marktupdate.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Bitcoin-Münze in einer Blase

Beitragsbild: Shutterstock

Während die Stimmenauszählungen in vollem Gange sind, zeigt sich der Bitcoin-Kurs (BTC) von der sich abzeichnenden Zitterpartie gänzlich unbeeindruckt. Im Tagesvergleich legt die größte Kryptowährung um 1,1 Prozent zu und wird zu Redaktionsschluss bei 13.666 US-Dollar gehandelt.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

So unbeirrt sich der Krypto-Markt auch über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen zeigt, ist die Unsicherheit an den Aktienmärkten deutlich zu spüren. Der deutsche Leitindex DAX fiel zu Handelsbeginn zunächst unter die 12.000-Marke, konnte im Nachgang aber rasch an Boden gut machen und auf 12.150 Zähler zulegen.

Nach gegenwärtiger Hochrechnung liegt Herausforderer Biden mit 235 Wahlmännerstimmen knapp vor dem amtierenden Präsidenten mit 213 Stimmen. Die Auszählungen aus den wahlentscheidenden Swing States wie Wisconsin, Michigan und Pennsylvania stehen aber noch aus, ebenso wie die Ergebnisse der Briefwahlen.

Somit droht sich ein zähes Auszählungsverfahren an, das die Märkte noch einige Zeit in Alarmstellung halten dürfte. Ob sich die Unsicherheit auf den Krypto-Markt überträgt, wird sich die kommenden Tage zeigen. Bislang hielten sich die größten Kryptowährungen allerdings wertstabil. Bei panischen Abverkäufen könnte sich das Lauffeuer aber auch auf den Krypto-Markt übertragen.

Zweitgrößte Anpassung der Mining Difficulty

Die Mining Difficulty hat die zweitgrößte Negativanpassung in der Bitcoin-Historie überstanden. Im gestrigen Tagesverlauf fiel die Difficulty bei der jüngsten Neujustierung um 16 Prozent auf aktuell 16,79 T. Zuvor hatte die Mining Difficulty eine ähnlich große Korrektur im März gezeigt, bei der die Netzwerkschwierigkeit um 15,9 Prozent einknickte. Den größten Rutsch legte die Difficulty im Oktober 2011 mit einem Rückgang von 18 Prozent hin.

Quelle Glassnode

Die Mining Difficulty zeigt die Schwierigkeit zum Errechnen eines gültigen Hash an und passt sich alle 2016 Blöcke und damit rund alle zwei Wochen der Hash Rate an. Durch die Anpassung imprägniert sich das Netzwerk regelmäßig vor potenziellen Angriffen. Angesichts der seit Tagen fallenden Hash Rate stellte der Einbruch der Difficulty jedoch keine Überraschung dar.

Noch am 18. Oktober erreichte die Hash Rate ihr Allzeithoch bei 146 TH/s. Im Anschluss sollte es aber bergab gehen. Seither ist die Hash Rate um 27 Prozent auf 106 TH/s gefallen.

Der drastische Rückgang hängt mit dem Ende der Regenzeit in der chinesischen Provinz Sichuan zusammen. Die Provinz im Südwesten des Landes gilt als absolutes Mining-Epizentrum. Mit dem Regen fallen auch die Strompreise vor Ort rapide. Wenn es sich zum Ende der Monsunzeit im Oktober jedoch austropft, zieht die Miner-Karawane mit ihrer energiehungrigen Hardware in andere Regionen des Landes. Die Hash Rate zeigt für gewöhnlich in dieser Übergangsperiode besonders starke Schwankungen.

Viertgrößte Bitcoin Wallet geleert

Große Bitcoin-Transaktionen beflügeln die Phantasien, gerade wenn es sich um alte Bitcoin der Satoshi-Ära handelt. So geschehen am 3. November: Der Bitcoin Block Bot hat eine Transaktion von 69.369 Bitcoin im Gegenwert von 955 Millionen US-Dollar registriert.

Über den Absender ist wenig bekannt. Dass es sich bei der Wallet jedoch um die (ehemals) viertgrößte Wallet im Bitcoin-Ökosystem handelt, heizt die Spekulationen an.

Quelle Bitinfocharts

Seit 2013 gab es keine Aktivitäten der Wallet. Zwei Szenarien erklären, warum die Bitcoin nun an eine native SegWit-Adresse gesendet wurden. In dem wahrscheinlicheren Fall har der glückliche Besitzer seine Bitcoin aus Schutzvorkehrungen transferiert. Gerade die dicken Wallets der Bitcoin Rich List sind schließlich ein begehrtes Angriffsziel von Hackern. Dies wäre dann auch Erklärung Nr. 2: In einem tendenziell unwahrscheinlicheren, aber nicht auszuschließenden Fall, ist es Hackern gelungen, den prallgefüllten virtuellen Geldbeutel zu hacken.

https://twitter.com/UnderTheBreach/status/1323747640450961409

So oder so: Für die Transaktion von knapp einer Milliarde US-Dollar musste der Absender nur eine Gebühr von 12 US-Dollar aufbringen.

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