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Was wird für Bitcoin und Krypto diese Woche wichtig?

Aktuelle US-Erzeugerpreisdaten sowie Inflationszahlen aus Europa könnten die Kursentwicklung von Bitcoin (BTC) maßgeblich beeinflussen.

Stefan Lübeck
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Vor der Steinfassade der New Yorker Börse ist ein Straßenschild der Wall Street angebracht, das die Überschneidung von traditionellem Finanzwesen und modernen Vermögenswerten wie Bitcoin hervorhebt.

Beitragsbild: Shutterstock

| Auch Ende März stehen Termine an, die die Krypto-Kurse beeinflussen könnten

Die Krypto-Leitwährung Bitcoin (BTC) kann sich trotz abgebrochener Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran mit einem Kursplus von knapp fünf Prozent in die neue Handelswoche retten und die psychologisch relevante Marke von 70.000 US-Dollar vorerst behaupten. Der größte Altcoin Ethereum (ETH) behauptet sich ebenfalls stark und schließt gut sechs Prozent fester im Bereich der 2.200 US-Dollar. Welche Wirtschaftsdaten in der neuen Handelswoche im Fokus der Anleger stehen und die Kurse am Krypto-Markt bewegen könnten.

Die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Woche

Eröffnet wird die dritte Handelswoche im April von der Veröffentlichung der neusten Erzeugerpreisdaten aus den USA am Dienstagnachmittag. Am Donnerstag folgt die Bekanntgabe der Verbraucherpreisdaten aus Europa für den Handelsmonat März sowie die Präsentation der aktuellen Erstanträge zur Arbeitslosenhilfe in den USA.

In Anbetracht der Gefahr eines Wiederanstiegs der Inflationsraten weltweit werden Anleger zudem genau zuhören, wenn unter der Woche acht Mitglieder der US-Notenbank sowie weiterer Zentralbanken bei unterschiedlichen Veranstaltungen vor die Mikrofone treten. Jegliche hawkishe Aussagen von Zentralbankern könnten zu erneuten Kursabschlägen bei Risiko-Assets führen.

Des Weiteren richten Investoren ihren Blick auf den Start der Berichtssaison in den USA. Den Anfang macht die US-Investmentbank Goldman Sachs vorbörslich am Montag, gefolgt von den Finanzriesen JPMorgan Chase, Citigroup, Wells Fargo und BlackRock am Dienstagmittag deutscher Zeit. Morgan Stanley und Bank of America komplettieren das Feld US-Bankinstitute vorbörslich am Mittwoch.

Zudem präsentiert der niederländische Hersteller für Lithographiesysteme in der Halbleiterindustrie sein neustes Zahlenwerk. Mit dem größten Auftragsfertiger in der Chip-Industrie Taiwan Semiconductor am Donnerstagmittag sowie dem Streaming-Riesen Netflix nach Börsenschluss öffnen zudem die ersten wichtigen Technologieunternehmen ihre Bücher.

US-Erzeugerpreise eröffnen die Handelswoche

Dienstag, 14. April 2026: Um 14:30 Uhr veröffentlicht das US Bureau of Labor Statistics die neuesten Erzeugerpreisdaten für den Handelsmonat März. Bereits im Februar lagen die Erzeugerpreise auf Monatssicht mit +0,7 Prozent den dritten Monat in Folge deutlich über der Expertenerwartung von zuletzt +0,3 Prozent. Für den abgelaufenen Monat März rechnen die Analysten in Anbetracht des militärischen Konflikts und der Sperrung der Straße von Hormus mit einer Zunahme um +1,2 Prozent. Sollten die Erzeugerpreise weiter zugenommen haben und die Prognose erreicht oder sogar erneut übertroffen werden, wäre dies eine Bestätigung dafür, dass die US-Industrieunternehmen durch den Iran-Krieg zusätzlich in Bedrängnis kommen dürften. Steigende Verbraucherpreise in den Folgemonaten wären wahrscheinlich.

Die US-Notenbank Fed müsste weiter zunehmende Produktionspreise bei ihren kommenden geldpolitischen Entscheidungen berücksichtigen. Deutlich steigende Erzeugerpreise dürften von Marktteilnehmern bearish interpretiert werden, was zu vermehrten Verkäufen von Bitcoin und Risiko-Assets führen könnte. Liegen die Produktionspreisentwicklungen hingegen wider Erwarten deutlich unter der Expertenprognose, dürften die Anleger aufatmen. Die US-Aktienmärkte und in der Folge auch der Bitcoin-Kurs könnten profitieren.

Verbraucherpreise aus Europa am Donnerstag

Donnerstag, 16. April 2026: Um 11:00 Uhr (MEZ) veröffentlicht Eurostat die finalen Inflationszahlen für den Euroraum im Handelsmonat März. Die Experten rechnen mit einer unveränderten Inflationsrate im Jahresvergleich von 2,5 Prozent. Sind die Verbraucherpreise trotz andauerndem Iran-Konflikt wider Erwarten rückläufig, würde dieses den Druck von der Europäischen Zentralbank nehmen ihren zinspolitischen Kurs zeitnah wieder zu verschärfen. Der Aktienmarkt in Europa dürfte von einer anhaltend niedrigen Inflationsrate profitieren.

Verharren Verbraucherpreise hingegen wie erwartet auf Höhe der Vorabprognose oder sind nochmal angestiegen, wäre das ein Indiz dafür, dass die massiven Preisanstiege bei Flüssiggas und Rohöl infolge der Seeblockade im Persischen Golf in Handelsmonat März die Inflation stark angeheizt hat. Die Europäische Zentralbank dürfte sich genötigt sehen die Leitzinsen zeitnah anzupassen, was in einer Erstreaktion negativ auf die Kurse von Aktien und Kryptowährungen wirken könnte.

Erstanträge auf Arbeitslosengeld am Nachmittag

Um 14:30 Uhr (MEZ) werden die neusten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA veröffentlicht. In der Vorwoche lag die Zahl mit 219.000 neuen Anträgen das erste Mal seit sieben Wochen wieder über den Erwartungen von zuletzt 210.000 Erstanträgen. Für die aktuelle Woche prognostizieren die Analysten einen weiteren Anstieg von 215.000 neue Arbeitslosenanträgen. Es bleibt abzuwarten, ob die jüngste Zunahme der Antragssteller bestätigt wird oder ob die Zahl wieder zurückgegangen ist. Vorstellbar wären vermehrte Gewinnmitnahmen bei einem deutlichen Anstieg der Erstanträge und eine positive Entwicklung am US-Aktienmarkt bei einem anhaltenden Rückgang der Anzahl von gemeldeten Erstanträgen.

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