Rätselhafte Aktivität 

Unbekannte machen den Bitcoin-Erfinder noch reicher: “Jemand schickt Bitcoin an Satoshi Nakamoto”

Unbekannte senden Bitcoin aus Revolut Wallets an mutmaßliche Satoshi-Adressen. Absender und Motiv bleiben rätselhaft.

Jan-Malte Minnerup
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Satoshi Nakamoto Statue

Beitragsbild: Shutterstock

| Zahlungen an Satoshi-Wallet geben Rätsel auf

Seit mehreren Tagen gibt es wieder Aktivität auf einer Wallet-Adresse, die dem Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zugerechnet wird. Es geht dabei um Zahlungen von mehr als 5.000 US-Dollar innerhalb von zwei Tagen. Über die Frage, wer die Zahlungen veranlasst hat und welches Motiv dahintersteckt, lässt sich bislang nur spekulieren.

Was die Onchain-Spuren tatsächlich zeigen

Die Absenderadressen lassen sich dem Fintech-Unternehmen Revolut zuordnen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Revolut selbst die Bitcoin an Satoshi geschickt hat. Häufig wickeln Krypto-Dienstleister die Transaktionen mehrerer Kunden gemeinsam über Hot Wallets ab. Dadurch lässt sich nicht eindeutig identifizieren, welcher Nutzer die Zahlung in Auftrag gegeben hat. Ebenso wenig lässt sich mit Sicherheit sagen, ob es sich um eine oder mehrere Personen handelt.

“Jemand schickt Bitcoin an Satoshi Nakamoto”

Doch auch die Zuordnung der Wallet zu Satoshi Nakamoto lässt sich nicht eindeutig belegen. Sie beruht auf der Analyse früherer Mining-Aktivitäten und dem sogenannten Patoshi-Muster, über das zahlreiche Adressen dem Bitcoin-Erfinder zugerechnet werden. Dieses Muster entdeckte Sergio Demina Lerner im Jahr 2013. Durch Schwächen im frühen Bitcoin-Code sind die Coins aus dieser Zeit auf ihre Miner zurückverfolgbar.

Hommage, Burn oder Test der Analysten?

Was hinter den ominösen Zahlungen steckt, lässt sich nur mutmaßen. Die Spekulationen dahinter sind jedenfalls vielfältig. Denkbar wäre sicherlich eine symbolische Hommage an den Bitcoin-Erfinder. Es könnte sich aber ebenso gut um eine öffentlichkeitswirksame Aktion oder einen Test der Adresszuordnung von Analyseplattformen handeln. Indem jemand bewusst auf Coins verzichtet und sie an eine seit Jahren inaktive Adresse sendet, können damit gezielt Diskussionen ausgelöst werden.

Die Mutmaßungen, dass Satoshi selbst wieder zurück sei, lassen sich durch die eingehenden Transaktionen jedenfalls nicht ableiten. Dafür bräuchte es Auszahlungen von Wallets, die sich ihm klar zuordnen lassen. Aber vielleicht war es auch einfach eine fehlerhafte Auszahlung, welche jetzt zu den wildesten Spekulationen führt.

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