Gut Ding will Weile haben 

Michael Saylor: Das ist das stärkste Argument gegen Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs fällt und Anleger befürchten neue Tiefs. Mit welchem Argument gegen die Kryptowährung der Strategy-Gründer jetzt überrascht. Spoiler: Es sind nicht die Quantencomputer.

Tobias Zander
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Zu sehen ist das Gesicht des Gründers des Unternehmens Strategy, Michael Saylor

Beitragsbild: picture alliance

| Michael Saylor bezieht Stellung zur aktuellen Bitcoin-Situation

Während viele Bitcoin-Anleger besorgt in Richtung der 60.000 US-Dollarmarke blicken, bleibt Michael Saylor gelassen. “Es gibt wirklich kein Beispiel für eine erfolgreiche Technologieinvestition, bei der man nicht einen Rückgang von 45 Prozent überstehen musste”, erklärt der Gründer von Strategy (ehemals: MicroStrategy) im Gespräch mit Podcasterin Natalie Brunell. Das derzeitige “Tal der Verzweiflung” bei Bitcoin sei noch nicht einmal 140 Tage alt, wohingegen Apple-Aktionäre sieben Jahre warten mussten, bis der Aktienkurs im Zuge der iPhone-Erfolgsstory abhob.

Auch potentielle Angriffsrisiken durch Quantencomputer bereiten dem US-Unternehmer keine schlaflosen Nächte. Eine glaubwürdige Gefahr sei frühestens in einem Jahrzehnt zu erwarten und sollte es tatsächlich zu einem technologischen Durchbruch kommen, würden koordinierte Software Upgrades in sämtlichen digitalen Infrastrukturen stattfinden. Die Bitcoin-Software sei schließlich darauf ausgelegt, sich weiterzuentwickeln. Saylor betont, dass Nodes, Wallets und Co. bei Bedarf einfach aktualisiert werden könnten, um auf neue Bedrohungen zu reagieren. Bei der Eindämmung einer akuten Gefahr dürfte die Krypto-Community mit ihrem starken Sicherheitsfokus sogar eine Vorreiterrolle spielen.

Bitcoin ist noch keine zwanzig Jahre alt

Gefragt nach dem stärksten Argument gegen Bitcoin, gibt der Strategy-Gründer eine überraschende Antwort: “Das stärkste Argument gegen Bitcoin ist derzeit, dass es neu ist. Es ist neu, und da es noch nicht lange existiert, möchte ich vielleicht erst einmal abwarten, bevor ich ihm mein ganzes Leben anvertraue.” Die Weltgeschichte sei voll von tiefgreifenden Innovationen, die schließlich von allen Menschen angenommen wurden, aber es habe eben mehr als 17 Jahre dafür gebraucht.

“Es ist wie bei der Erfindung des Automobils: Wie viele Jahre dauerte es, bis das Ford Model T auf den Markt kam, und wie viele Jahre dauerte es nach dem Model T, bis jeder ein Auto hatte?”, ergänzt Saylor. Selbst die Verbreitung der Elektrizität habe mindestens 30 Jahre in Anspruch genommen. Dementsprechend müssten Bitcoin-Hodler geduldig bleiben, denn der “Prozess der Kommerzialisierung” der Kryptowährung habe gerade erst richtig begonnen.

Bitcoin versus MSTR-Aktie auf Jahressicht I Quelle: TradingView

Trotz erschwerter Bedingungen bei der Kapitalbeschaffung verkündete Michael Saylor am gestrigen Montag einen weiteren Bitcoin-Kauf seiner Treasury-Firma. Inzwischen besitzt Strategy als mit Abstand größter Corporate-Hodler der Welt bereits 717.722 BTC im Gesamtwert von 46 Milliarden US-Dollar. Der Aktienkurs wurde in den vergangenen Monaten aber noch stärker abgestraft als die Krypto-Leitwährung selbst.

Im Moment des Schreibens steht MSTR bei 124 US-Dollar, was einem Kursverlust von 4 Prozent gegenüber der Vorwoche entspricht. Auf Jahressicht handelt Strategy sogar 56 Prozent im Minus, während der Bitcoin-Kurs nur 29 Prozent abgeben musste. Wenn ihr euch vom Bärenmarkt nicht einschüchtern lasst und nach dem Vorbild des Permabullen günstig BTC kaufen möchtet, findet ihr in der Krypto-Plattform Bitpanda aus Wien einen zuverlässigen Handelspartner für den einfachen und sicheren Einstieg.

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