Bitcoin startet nahezu unverändert in den Mittwoch. Die größte Kryptowährung notiert am Mittwochmorgen bei rund 66.000 US-Dollar. Auf 24-Stunden-Sicht steht damit ein Plus von etwa 0,8 Prozent zu Buche, in den vergangenen sieben Tagen verteuerte sich BTC um rund 2,2 Prozent. Ethereum handelt auf Tagessicht mit einem Minus von etwa 0,1 Prozent nahezu unverändert. Solana fällt um rund ein Prozent, während XRP um etwa 0,3 Prozent zulegen kann.
Unterstützung erhält Bitcoin weiterhin vom freundlicheren Umfeld an den traditionellen Finanzmärkten. Vor allem Halbleiter- und Technologiewerte erholen sich deutlich. Gleichzeitig fiel der Yen auf mehr als 163 Yen je US-Dollar und damit auf den schwächsten Stand seit Jahrzehnten. Steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen bleiben jedoch mögliche Belastungsfaktoren für Risk Assets.
Midnight mit Erholungsrallye
Deutlich aus der Reihe fällt Midnight. NIGHT steigt innerhalb von 24 Stunden um rund 28 Prozent auf etwa 0,023 US-Dollar. Auf Wochensicht steht allerdings weiterhin ein Minus von rund 19 Prozent. Der Kurssprung ist daher vor allem als Gegenbewegung nach dem vorangegangenen starken Ausverkauf einzuordnen.
Auslöser des Einbruchs war ein Angriff auf eine von Wanchain betriebene Bridge zwischen Cardano und der BNB Chain. Dabei wurden Berichten zufolge große Mengen an NIGHT-Token abgezogen. Das Midnight-Netzwerk selbst und dessen Konsensmechanismus sollen von dem Angriff nicht betroffen gewesen sein.
Mehrere Handelsplattformen reagierten anschließend mit Einzahlungsstopps und Maßnahmen gegen die betroffenen Bestände. Die begrenzte unmittelbare Verkaufsgefahr dürfte die anschließende Erholung begünstigt haben. Der Anstieg ist deshalb in erster Linie wohl eine technische Erholungsrally. Die weiterhin offenen Folgen des Bridge-Angriffs mahnen jedoch zur Vorsicht.
Im weiteren Wochenverlauf richten sich die Blicke der Märkte vor allem auf die EZB-Zinsentscheidung, neue US-Arbeitsmarkt- und Immobilienmarktdaten sowie die Quartalsberichte von Tesla, Alphabet, IBM und Intel.

