Neues DOGE-Herrchen? Elon Musk unterstützt Dogecoin-Handel auf Coinbase
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dogecoin Coin in der Hosentasche

Quelle: Shutterstock

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Die Dogecoin-Listung auf Coinbase käme einem Ritterschlag gleich. Kein Wunder, dass sich der prominenteste DOGE-Investor für den Handel auf der Börse ausspricht. Seine Tweets könnten Elon Musk aber noch zum Verhängnis werden.

Dogecoin verortet sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen Spaß-Coin und ernstzunehmenden Investment. Als Bitcoin-Parodie geboren, hat sich die Kryptowährung über die Jahre eine treue Anlegergemeinde erarbeitet, die mit Elon Musk keinen prominenteren Rädelsführer hätte finden können. In einer jüngsten Twitter-Mitteilung befürwortet der Weltraum-Expediteur nun eine Listung auf Coinbase.

Dogecoin bald bei Coinbase?

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Coinbase leistet für institutionelle US-Investoren eine Art Scharnierfunktion zum Krypto-Markt. Nicht nur MicroStrategy füllt regelmäßig seine Bestände über die Börse auf. Auch Tesla hat das 1,5 Milliarden US-Dollar schwere Bitcoin-Investment über Coinbase abgewickelt. Für professionelle US-Investoren stellt das OTC-Desk der Krypto-Börse den Zugang zum Krypto-Markt dar; nimmt Coinbase eine Kryptowährung in den Handel auf, spielt diese bei den Großen mit.

Das zumindest ist die Hoffnung einer DOGE-Enthusiastin, die sich einen Türöffner-Effekt vom Handel auf der Plattform erhofft und sogleich auf die Unterstützung von Elon Musk zählen konnte.

Denken Sie, Coinbase sollte Dogecoin auf ihrer Plattform ermöglichen? Es würde vielen Leuten den leichten Zugang zu DOGE ermöglichen.

Tweet von @itsALLrisky

Auf die Frage folgte von Musk persönlich ein knappes und unmissverständliches: “Yes!” Die Reaktion wundert kaum, scheinen bullishe Doge-Tweets mittlerweile zum Hobby des Tesla CEOs geworden zu sein. Doch obwohl Musks Wort auch bei der Coinbase-Chefetage Gewicht haben dürfte, ist fraglich, ob dies allein die Krypto-Börse zu dem Schritt veranlasst. Das Interesse vonseiten kaufkräftiger Kunden dürfte bei Dogecoin gegen Null laufen. Die Kryptowährung ist schließlich eine Black Box, die noch mehr als andere Krypto-Assets enormen Schwankungen unterliegt.

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Barriere: Doge-Verteilung

Zudem, und das dürfte das entscheidende K.o.-Kriterium für Großinvestoren sein, sind die DOGE-Bestände bereits im höchsten Maß zentralisiert. Wie BTC-ECHO berichtete, hält eine einzige Wallet knapp ein Drittel der Umlaufmenge, auf die 20 größten Wallets entfällt die Hälfte aller Dogecoin. Dies verbunden mit einer erhöhten Manipulationsanfälligkeit dürfte das risikoscheue “Big Money” nicht unbedingt ködern.

Ganz aussichtsreich ist die Aufnahme aber dennoch nicht. Auch wenn institutionelle Investoren, mit Ausnahme von Elon Musk, eher die Finger von Dogecoin lassen, ist die Nachfrage unter Kleinanlegern in den vergangenen Monaten immer weiter gestiegen. Das vermehrte DOGE-Handelsaufkommen dürfte auch bei Coinbase nicht vorbeigegangen sein.

Darüber hinaus haben erst kürzlich Zahlungsdienstleister BitPay und Sportartikelhersteller Wooter Apparel die Kryptowährung als Bezahlmittel akzeptiert. Die Doge-freundlichen Signale aus der Wirtschaft erhöhen zumindest die Chancen, dass Dogecoin künftig Nr. 50 der handelbaren Assets auf Coinbase wird. Am Kurs sind diese Hoffnungen aber zunächst abgeprallt. Der DOGE-Kurs fällt im Tagesvergleich um 8,8 Prozent und handelt zu Redaktionsschluss bei 0,056 US-Dollar.

Elon Musk auf dünnem Eis

Die Twitter-Exzesse von Musk sind derweil erneut Gegenstand einer gerichtlichen Auseinandersetzung geworden. Der Vorwurf eines Tesla-Investors: Musk soll mit seinen Tweets die Aktienkurse des Unternehmens regelmäßig beeinflussen – mit weitreichenden Auswirkungen sowohl für Anleger wie für das Unternehmen. Der Anklageschrift zufolge hätten “weitere unkontrollierte Tweets von Musk schwerwiegende Auswirkungen auf die Fähigkeit des Unternehmens, in Zukunft Finanzierungen zu sichern”.

Der Vorwurf ist nicht neu. Im Rahmen eines Vergleichs muss sich Musk bereits seit 2019 seine Tweets von einem Anwalt absegnen lassen. Dass er es mit den Auflagen scheinbar nicht so ernst nimmt, könnte nun ein erneutes Nachspiel haben. Im Fokus dürften diesmal auch seine Bitcoin Tweets stehen und die Frage, ob Tesla davor oder danach eingestiegen ist und damit eventuell von der Kursbefeuerung profitiert haben könnte. Der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank Vitor Constancio hatte bereits erklärt, dass sich die SEC mit den Vorfällen befassen werde.

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