Smart-Contract-Risiken 

Ethereum rüstet sich für KI-Agenten: OpenAI und Paradigm starten Partnerschaft

KI-Agenten werden für Angreifer und Verteidiger zum Faktor. OpenAI und Paradigm wollen mit EVMbench messen, wie gut KI Schwachstellen erkennt und beseitigt.

Johannes Dexl
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Ethereum-Logo auf Smartphone-Bildschirm, dahinter OpenAI-Logo

Beitragsbild: Shutterstock / ChatGPT

| Wie gefährlich sind KI-Agenten wirklich für die Sicherheit im Ethereum-Ökosystem?
  • OpenAI arbeitet künftig mit dem Krypto-VC-Unternehmen Paradigm zusammen, um Smart-Contract-Sicherheit zu stärken und künftige Cyberangriffe einzudämmen. Hintergrund ist die Erwartung, dass KI-Agenten sowohl für Angreifer als auch für Verteidiger zu einem entscheidenden Faktor werden. Je besser KI-Systeme Code lesen, schreiben und ausführen können, desto stärker dürften sich ihre Fähigkeiten auf die Sicherheit von Smart Contracts auswirken.
  • OpenAI will deshalb in “ökonomisch sinnvollen” Testumgebungen messen, wozu KI-Agenten tatsächlich in der Lage sind, und zugleich den defensiven Einsatz von KI für Audits vorantreiben.
  • Kern der Initiative ist EVMbench, eine neue Benchmark, die die Fähigkeiten von KI-Agenten bei Ethereum-kompatiblen Smart Contracts (EVM) testen soll. Dabei geht es nicht nur um das Erkennen besonders schwerwiegender Schwachstellen, sondern auch um das gezielte Beheben durch Code-Anpassungen und darum, Angriffsflächen vollständig zu eliminieren.
  • Zusätzlich soll EVMbench die Möglichkeit bieten, in einer abgeschirmten Blockchain-Testumgebung komplette Angriffsketten zu simulieren – bis hin zu End-to-End-Angriffen, bei denen Gelder aus Smart Contracts abgezogen werden können.
  • Die Datengrundlage umfasst laut OpenAI 120 kuratierte Schwachstellen aus 40 Audits, darunter Beiträge aus gesponserten Open-Code-Audit-Wettbewerben sowie Erkenntnisse aus dem Security-Auditing-Prozess von Tempo, einer Layer-1-Blockchain, die Paradigm gemeinsam mit Stripe entwickelt.
  • Die Meldung folgt auf eine Reihe jüngerer Zwischenfälle im DeFi-Sektor. In diesem Monat wurde das Lending-Protokoll Moonwell Opfer eines Exploits, bei dem verwundbarer, mit KI-Unterstützung generierter Code eine Rolle spielte. Auch das Cross-Chain-Liquiditätsprotokoll CrossCurve wurde kürzlich kompromittiert, nachdem Angreifer eine Schwachstelle in den Smart Contracts ausnutzten und dabei rund drei Millionen US-Dollar erbeuteten.
  • Anthropic argumentierte zuletzt ebenfalls, dass KI-Agenten bereits weit genug seien, um Smart-Contract-Schwachstellen zu identifizieren – was Exploits perspektivisch günstiger machen könnte.
  • Analog zum breiten Krypto-Markt brach auch ETH zuletzt dramatisch ein. So könnte es für den Ethereum-Kurs nun weitergehen.
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