Russland: No Country for Bitcoin

Russland: No Country for Bitcoin

Russland hat keine Lust auf Bitcoin & Co. Während der Kommunikationsminister sagt, dass Bitcoin keine Chance hat, warnt die Regierung andernorts vor der Verwendung von Krypto-Geldautomaten.

Im Gespräch mit Journalisten während des ersten Russian National Youth Forum hat Nikolay Nikiforov gesagt, dass sich Bitcoin komplett außerhalb des legalen Bereiches bewege:

„Bitcoin ist eine ausländische Anwendung der Blockchain-Technologie und das russische Gesetz wird sie niemals als legale Entität unter der Gerichtsbarkeit der Russischen Föderation anerkennen.“

Die negativen Äußerungen gegenüber der Kryptowährungen sind im Prinzip nichts Neues. Bereits zuvor wurde angekündigt, dass Putin wenig begeistert von Kryptowährungen sei. Nicht zuletzt aufgrund der Möglichkeit für illegale Machenschaften ziehe man eine eigene Kryptowährung vor. Mit dem KryptoRubel sollten dahingehend eine entsprechende Steuer erhoben werden, wenn die Besitzer der hauseigenen Währung deren Ursprung nicht nachweisen könnten.

Außerdem wurde erst letzte Woche das russischsprachige soziale Netzwerk Golos, das auf der Blockchain basiert, für sieben Tage gesperrt.

Fragwürdige Transaktionen in Russland

Vor zwei Tagen berichteten wir über die Verbreitung von Bitcoin durch neue Geldautomaten. Prompt hat in der russischen Stadt Kazan ein Unternehmer zwei solcher Automaten aufgestellt. An diesen sollte es möglich sein, Rubel gegen Bitcoin zu tauschen. Die Regierung reagierte erwartungsgemäß empört. Vertreter sprachen eine offizielle Warnung aus. Die Benutzung solcher Geldautomaten könne ein Verbrechen darstellen und Unternehmen sollten das vor der Verwendung bedenken.

Im Moment ist der rechtliche Status von Kryptowährungen in der Russischen Föderation nicht definiert. Das Involvieren von russischen Rechtssubjekten mit dem Austausch von „virtuellen Währungen“ gegen Rubel und ausländische Währungen, ebenso wie für Waren oder andere Services wird als potentielle Verwicklung in fragwürdige Transaktionen aufgefasst. Diese Auffassung gilt in Übereinstimmung mit den Gesetzen gegenüber der Geldwäsche, des Verbrechens und der Finanzierung des Terrorismus.

Die Position des Kremls gegenüber der Blockchain-Technologie und Kryptowährungen ist nach wie vor ambivalent. Während man sich durchaus mit der Technologie an sich anfreundet, scheut man sich vor einer nicht regulierbaren, dezentralen Währung.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch hat im Oktober 2017 sein Masterstudium in Literatur-Kunst-Medien an der Uni Konstanz abgeschlossen. Bereits während des Studiums arbeitete er bei diversen Redaktionen und ist nun Redakteur bei BTC-ECHO. Im Fokus seiner Arbeit steht das disruptive sozio-ökonomische Potenzial der Blockchain-Technologie.

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