Die Krypto-Leitwährung Bitcoin (BTC) schließt sich der Erholung am US-Aktienmarkt an und gewinnt im Wochenvergleich drei Prozent an Wert hinzu und notiert damit wieder in Schlagdistanz zur wichtigen Marke von 70.000 US-Dollar. Auch der größte Altcoin, Ethereum, springt um fast fünf Prozent zurück über 2.150 US-Dollar und kann seine Schwäche der Vorwoche ebenfalls abschütteln. Welche Wirtschaftsdaten in der neuen Handelswoche im Fokus der Anleger stehen und die Kurse am Krypto-Markt bewegen könnten.
Die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Woche
Anleger schauen zur Wochenmitte zunächst auf die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls zur letzten Leitzinsentscheidung der US-Zentralbank. Am Donnerstag folgt die Präsentation der finalen Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt im vierten Handelsquartal 2025 sowie die Bekanntgabe der PCE-Kerninflationsrate. Zum Wochenschluss am Freitag werden die neusten CPI-Verbraucherpreisdaten für den Handelsmonat März veröffentlicht.
FOMC-Sitzungsprotokoll zur Wochenmitte
Mittwoch, 8. April 2026: Um 20:00 Uhr präsentiert die US-Notenbank Fed das Sitzungsprotokoll zur vergangenen Leitzinsentscheidung. Anleger erhoffen sich zusätzliche Informationen zur aktuellen Ausrichtung der US-Notenbank bei ihrer letzten Leitzinsentscheidung im März. Der Fed-Vorsitzende Powell bestätigte bei der Pressekonferenz die Gefahr steigender Preise infolge des Iran-Konflikts und blieb seiner abwartenden Haltung treu. In Anbetracht eines abflachenden US-Wirtschaftswachstums könnte jedes dovishe Details im Sitzungsprotokoll zumindest kurzfristig Rückenwind für den US-Aktienmarkt bedeuten. In Anbetracht der gestiegenen Inflationsgefahr gehen laut CME-Watchtool sogar drei Prozent der Marktakteure von einer Leitzinsanhebung aus. Sollte das Sitzungsprotokoll darüber hinaus neue Erkenntnisse zur zukünftigen US-Geldpolitik, ist nach Veröffentlichung mit erhöhter Volatilität an den Märkten zu rechnen.
Finale Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt und PCE-Kerninflationsdaten
Donnerstag, 9. April 2026: Um 14:30 Uhr (MEZ) werden die finalen Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt für das vierte Handelsquartal in 2025 bekanntgegeben. Die vorläufigen Zahlen wurden zuletzt auf 0,7 Prozent von ursprünglich 2,8 Prozent nach unten revidiert. Begründet wurde die mehrfache Reduktion mit dem US-Shutdown, der die wirtschaftliche Aktivität im letzten Handelsquartal des Vorjahres deutlich einschränkte. Sollten die finalen Zahlen die schwache Wachstumsrate bestätigen, könnten sich Anleger, trotz einer mittelfristig steigenden Wahrscheinlichkeit für geldpolitische Anreize durch die US-Notenbank Fed, vermehrt von Risik-Assets trennen und damit auch den Krypto-Markt belasten. Sollte die US-Wirtschaft hingegen stärker gewachsen sein als in den Vorabschätzung vermutet, ist eine positive Marktreaktion vorstellbar.
Zeitgleich präsentiert das Bureau of Economic Analysis die neusten Zahlen zur US-Kerninflation (PCE) für den Handelsmonat Februar. Die letzten veröffentlichten Daten vom Januar lagen mit +0,4 Prozent im Monatsvergleich zwar im Rahmen der Erwartungen, jedoch den zweiten Monat in Folge deutlich über dem Durchschnitt von +0,2 Prozent im Herbst 2025. Die Gefahr einer Zunahme der Inflation in den USA ist damit sogar bereits vor dem Beginn des Iran-Konflikts wieder angestiegen. Untermauert wird diese Entwicklung von zuletzt unerwartet stark gestiegenen Produktionspreisen in den USA. Für den Handelsmonat Februar rechnen die Experten mit einem Anstieg von +0,4 Prozent im Monatsvergleich. Liegt die Kerninflationsrate im Rahmen der Erwartungen oder sogar oberhalb der Expertenprognose, dürften Anleger mit vermehrten Asset-Verkäufen reagieren. Hat die PCE-Kerninflationsrate hingegen wider Erwarten abgenommen und notiert unterhalb der Expertenprognose, könnten Investoren ein Investment in Risiko-Assets in Betracht ziehen.
Du willst von einem Kursanstieg bei Bitcoin nach fallenden US-Inflationszahlen profitieren oder eine andere Kryptowährung kaufen? Bei Coinbase erhalten Neukunden derzeit 30 Euro in BTC geschenkt, wenn sie mindestens den gleichen Betrag investieren.
US-Verbraucherpreise (CPI) zum Wochenschluss
Freitag, 10. April 2026: Um 14:30 Uhr veröffentlicht das US Bureau of Labor Statistics die neusten Verbraucherpreisdaten für den Handelsmonat März. Im Februar notierte die Inflationsrate mit 2,4 Prozent deutlich unter dem Vormonatswert und sogar unter der Analystenschätzung von 2,5 Prozent. Für den abgelaufenen Handelsmonat rechnen die Experten mit einem deutlichen Anstieg der Teuerungsrate im Jahresvergleich auf 3,4 Prozent. Sollte die Prognose erreicht oder sogar übertroffen werden und die Inflation wieder erwartet signifikant zugenommen haben, dürften die US-Währungshüter auch gerade wegen des massiven Öl-Preis-Anstiegs infolge des Iran-Konflikts an ihrer beobachtenden Haltung festhalten. Vermehrte Gewinnmitnahmen am US-Aktienmarkt und damit im Krypto-Sektor wären vorstellbar. Hat die Inflationsrate hingegen weniger zugenommen als prognostiziert, hätte die US-Zentralbank weiteren Spielraum für geldpolitische Lockerungen. Insbesondere Risiko-Assets und damit auch der Krypto-Sektor könnten profitieren.
