On-Chain-Analyse 

Solana-Kurs: Bullen verlieren Kontrolle – diese Zone rückt näher

Solana konnte zuletzt deutlich zulegen, doch der Anstieg hielt nicht lange. Während kurzfristige Käufer zurückkehren, rückt eine wichtige Zone unterhalb des aktuellen Kurses immer stärker in den Fokus.

Louis Blümlein
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Eine Solana-Münze vor blauem Hintergrund

Beitragsbild: Shutterstock

| Wohin bewegt sich der Solana-Kurs?

Nach der jüngsten Aufwärtsbewegung zeigt sich bei Solana wieder ein bekanntes Muster. Die Dynamik lässt nach, während sich der Markt erneut vorsichtiger positioniert. Gleichzeitig liefern die aktuellen Daten ein klareres Bild darüber, wie sich Marktteilnehmer aktuell verhalten und wo die nächsten Bewegungen entstehen könnten.

Solana-Kurs zeigt erste Stärke

Der Solana-Kurs konnte zuletzt deutlich anziehen und sich zeitweise zurück in Richtung 90 US-Dollar bewegen. Dieser Anstieg war jedoch nicht nachhaltig. Der Kurs hat die Gewinne schnell wieder abgegeben und notiert aktuell wieder im Bereich um 80 US-Dollar. Der Grund für die Aufwärtsbewegung lag vor allem im makroökonomischen Umfeld. Die vorübergehende Entspannung im Nahostkonflikt, insbesondere die Aussicht auf einen 14-tägigen Waffenstillstand sowie Fortschritte in den Verhandlungen, hatte die Stimmung an den Märkten deutlich aufgehellt. In diesem Umfeld kam es zu einem klaren Risk-on-Sentiment, wodurch auch Solana kurzfristig profitieren konnte.

Genau dieser Effekt hat sich jedoch schnell wieder relativiert. Der Konflikt ist nicht gelöst, sondern lediglich vorübergehend entschärft. Gleichzeitig bleiben viele Unsicherheiten bestehen, etwa ob die Vereinbarungen tatsächlich umgesetzt werden und wie sich die Situation weiterentwickelt. Diese Unsicherheit hat dazu geführt, dass die anfängliche Erholung wieder abgebaut wurde und sich der Markt erneut vorsichtiger positioniert.

Euphorie wird abgebaut – Markt positioniert sich neu

Ein Blick auf die aktuellen Marktdaten zeigt, dass die kurzfristige Euphorie bereits wieder aus dem Markt verschwunden ist. Das Open Interest ist rückläufig, viele Positionen werden geschlossen. Gleichzeitig ist die Funding Rate in den negativen Bereich gefallen, was darauf hindeutet, dass sich Marktteilnehmer wieder vorsichtiger positionieren und zunehmend Short-Positionen aufgebaut werden.

Auch beim Volumen zeigt sich ein klares Bild. Sowohl im Spot- als auch im Derivatemarkt ist die Aktivität aktuell gering. Das spricht dafür, dass viele Marktteilnehmer abwarten und sich nicht klar positionieren.

Gleichzeitig kehrt jedoch eine wichtige Gruppe in den Markt zurück. Kurzfristige Investoren, die ihre Coins nur wenige Tage halten, bauen wieder vorsichtig Positionen auf. Ihr Anteil am Gesamtangebot ist zuletzt wieder gestiegen. Diese Gruppe agiert sehr schnell und hat in der Vergangenheit oft kurzfristige Bewegungen gut getroffen.

Genau hier liegt aber auch das Problem. Diese Marktteilnehmer sorgen zwar für Momentum, bauen Positionen aber genauso schnell wieder ab. Sie können kurzfristige Anstiege auslösen, tragen diese jedoch selten nachhaltig. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Bewegungen zwar entstehen, aber schnell wieder enden.

Solana-Kurs: Diese Zone rückt jetzt in den Fokus

Die aktuelle Liquidation Heatmap zeigt klar, wo sich die nächsten Bewegungen konzentrieren könnten. Auf der Oberseite ist aktuell weniger Liquidität vorhanden, während sich auf der Unterseite ein deutlich stärkerer Bereich gebildet hat.

Vor allem unterhalb der Marke von 80 US-Dollar wird es interessant. Zwischen 78 und 76 US-Dollar liegt derzeit die größte Liquiditätszone, die sich aus dem Long-Short-Delta-Verhältnis ableiten lässt. Dieser Bereich kann angelaufen werden, wenn die Unsicherheit im Markt bestehen bleibt.

Gerade in Kombination mit der aktuellen Struktur ergibt sich ein klares Bild. Die kurzfristige Nachfrage ist vorhanden, wird aber von vorsichtigem Verhalten und geringer Aktivität gebremst. Sollte sich das Umfeld nicht deutlich verbessern, bleibt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass zunächst die Unterseite getestet wird.

Solana verharrt aktuell in einer Übergangsphase. Kurzfristige Bewegungen nach oben sind möglich, vor allem durch spekulatives Kapital. Für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung braucht es jedoch deutlich mehr Stabilität im Markt.

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