Multi-Chain, Stablecoins und Skalierung 

Apex Fusion: Wie dieses neue Netzwerk Cardano schneller, interoperabler und DeFi-tauglicher machen will

Mehr Geschwindigkeit, mehr Liquidität, mehr Anschlussfähigkeit: Apex Fusion verspricht eine neue Infrastruktur für Cardano. Das Projekt setzt auf mehrere spezialisierte Chains, Stablecoin-Zugänge und Interoperabilität mit der EVM-Welt. Was dahintersteckt und ob der Ansatz aufgeht.

Timur Yildiz
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Armando Saenz von Apex Fusion vor visualisiertem Multi-Chain-Blockchain-Hintergrund mit Planetenmotiv

Beitragsbild: Apex Fusion

| Armando Saenz erklärt, wie Apex Fusion Cardano durch eine Multi-Chain-Architektur skalieren und für DeFi öffnen will

Cardano gilt als eines der technisch saubersten Blockchain-Netzwerke der Branche – kämpft jedoch seit Jahren mit drei strukturellen Problemen: begrenzter Performance für DeFi-Anwendungen, fehlender Stablecoin-Liquidität und einer schwachen Anbindung an das EVM-Ökosystem rund um Ethereum. Mit Apex Fusion tritt nun ein Projekt an, das genau diese Schwächen adressieren will.

Im exklusiven Gespräch mit BTC-ECHO auf dem Cardano Summit erklärt Armando Saenz, Chief Business Officer bei HAL8 und Core Contributor von Apex Fusion, wie das Netzwerk Cardano erweitern will, ohne dessen Grundprinzipien aufzugeben.

Was ist Apex Fusion überhaupt?

Apex Fusion ist ein mehrschichtiges Blockchain-Ökosystem, das gezielt unterschiedliche Aufgaben auf mehrere Chains verteilt. Statt zu versuchen, Sicherheit, Dezentralisierung und hohe Performance in einer einzigen Blockchain zu vereinen, trennt Apex Fusion diese Funktionen bewusst.

Es gibt keine Blockchain, die alles gleichzeitig perfekt kann. Deshalb trennen wir Sicherheit und Rechenleistung auf verschiedene Ebenen

Der Ansatz folgt einer klaren Logik: Cardano bleibt das sicherheitsorientierte Fundament, während spezialisierte Chains Performance, Interoperabilität und Liquidität liefern.

Drei Chains, drei Aufgaben

Prime Chain (UTxO-L1)

Die Prime Chain bildet das sicherheitsrelevante Fundament des Netzwerks. Sie basiert auf dem Ouroboros-Proof-of-Stake-Konsens aus dem Cardano-Ökosystem und ist für Token-Emission, Staking und Dezentralisierung zuständig. Geschwindigkeit spielt hier bewusst eine untergeordnete Rolle.

Prime ist wie ein Panzer – gebaut für Sicherheit und Dezentralisierung, nicht für Geschwindigkeit

Vector Chain (UTxO L2)

Die Vector Chain ist eine UTXO-basierte Execution Chain und adressiert die Performance-Lücke von Cardano. Anders als Skalierungslösungen wie Hydra handelt es sich nicht um einen temporären State Channel, sondern um eine dauerhaft aktive Layer-2-Chain.

Hydra wird geöffnet und wieder geschlossen. Vector ist immer an und genau deshalb besser geeignet für dezentrale Anwendungen

Apex Fusion hat VECTOR inzwischen offiziell live geschaltet. Laut Angaben des Projekts erreicht die Chain einen bis zu vierfachen Durchsatz gegenüber dem Cardano Mainnet sowie eine Finalität von 99,9 Prozent innerhalb von rund dreizehn Sekunden. Die Leistungsziele wurden laut Apex Fusion umfangreich getestet und durch einen unabhängigen Finality Report von Well-Typed validiert.

Nexus Chain (EVM L2)

Die dritte Komponente ist die Nexus Chain – eine EVM-kompatible Execution Chain, die den Zugang zum Ethereum-Ökosystem ermöglichen soll. Nexus dient als Bindeglied zwischen UTXO- und Account-basierten Systemen und öffnet Apex Fusion für bestehende EVM-DeFi-Anwendungen, Tools und Liquidität.

Damit verfolgt Apex Fusion einen klaren Multi-Chain-Ansatz: Entwickler sollen sich nicht für eine Welt entscheiden müssen, sondern beide Modelle parallel nutzen können.

Stablecoins und Interoperabilität als Schlüsselfaktor

Ein zentrales Hemmnis für Cardanos DeFi-Ökosystem war bislang der eingeschränkte Zugang zu Stablecoin-Liquidität. Apex Fusion setzt hier auf Integrationen mit LayerZero und Stargate, um USDC-Liquiditätsrouten innerhalb des eigenen Netzwerks zu ermöglichen.

Ziel ist es, Cardano-nahen Anwendungen über die Vector- und Nexus-Chains erstmals einen praktikablen Zugang zu externer Stablecoin-Liquidität zu eröffnen – ohne das UTXO-Modell verlassen zu müssen. Damit entsteht ein entscheidender Baustein für DeFi, RWAs und institutionelle Anwendungsfälle.

Nachhaltigkeit und Unterstützung des Apex-Fusion-Ökosystems

Apex Fusion verfolgt auch bei der Förderung des eigenen Ökosystems einen eigenständigen Ansatz. Mit dem sogenannten InFusion-Modell sollen Projekte, Entwickler und andere Akteure unterstützt werden, die Lösungen entwickeln und messbaren Mehrwert für das Netzwerk schaffen.

Einordnung: Große Ambition, komplexe Umsetzung

Apex Fusion will Cardano nicht ersetzen, sondern ergänzen. Das Projekt adressiert reale Schwächen des Ökosystems: Performance, Stablecoin-Zugang und Interoperabilität. Gleichzeitig ist die Architektur komplex und der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, ob Entwickler und Nutzer das Angebot annehmen.

Wir bauen Infrastruktur. Wenn Entwickler gute Werkzeuge bekommen, entstehen Anwendungen und erst dann kommen die Nutzer

Mit VECTOR live, USDC-Liquiditätsrouten in Vorbereitung und offener Onboarding-Phase ist der nächste Schritt getan. Ob Apex Fusion zu einem zentralen Baustein von Cardanos Multi-Chain-Zukunft wird, entscheidet sich jedoch erst mit realer Nutzung.

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Quellen:

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