Fidelity-Experte erklärt 

Das Ende des 60/40-Portfolios: Deshalb ist Bitcoin der Gewinner einer neuen Ära

Ein gemischtes Portfolio aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen galt jahrzehntelang als das Ideal. Jurrien Timmer von Fidelity verrät, warum diese Ära vorbei ist und man heute Bitcoin und Gold braucht.

Tobias Zander
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Jurrien Timmer

Beitragsbild: Fidelity I KI-Fotomontage

| Fidelity-Profi Jurrien Timmer setzt auf ein 60/20/20-Portfolio inklusive Bitcoin

Das klassische 60/40-Portfolio galt über mehrere Jahrzehnte hinweg als “Goldstandard” der Vermögensverwaltung. Durch eine Kombination aus 60 Prozent Aktien für Kapitalwachstum und 40 Prozent Anleihen zur Abfederung von Marktverlusten bot das Modell eine einfache, historisch verlässliche Risikostreuung – lange, bevor Bitcoin überhaupt existierte. Aber das makroökonomische Umfeld nach der Covid-Pandemie hat diese Dynamik womöglich nachhaltig verändert.

Jurrien Timmer, seines Zeichens Leiter des Bereichs Global Macro beim Vermögensverwalter Fidelity, erklärt in einem X-Post das Ende der traditionellen Aktien/Anleihen-Ära: “Da das alte 60/40-Paradigma nun endgültig der Vergangenheit angehört, hat das 60/20/20-Modell seit den Veränderungen durch COVID die Oberhand gewonnen, und ich sehe keinen Grund, warum sich daran etwas ändern sollte.”

Ein flexibleres 60/20/20-Modell als Alternative

In Timmers aktualisiertem Portfolio-Konzept verbleiben 60 Prozent in Aktien, während Anleihen auf 20 Prozent reduziert werden. Die übrigen 20 Prozent wandern in alternative Vermögenswerte wie Gold, Rohstoffe, Liquidität, REITs und auch Bitcoin. Der Fidelity-Experte betont, dass dieses Setup einen soliden Richtwert biete, ohne mathematisch optimiert zu sein. Bitcoin hebt sich in diesem Mix besonders ab, denn mit einer Korrelation von nur 30 Prozent zum S&P 500 und keinerlei Korrelation zu US-Staatsanleihen macht die Kryptowährung echte Diversifikation möglich. Auf Monatssicht stagnierte der US-Aktienleitindex, wohingegen der Bitcoin-Kurs um 9 Prozent zulegen konnte.

Neben der rein strukturellen Rolle im Portfolio behauptete sich Bitcoin auch gegenüber dem großen Edelmetallrivalen. Timmer meint: “[Bitcoin zeigt], gemessen in Gold, ebenfalls viel Stärke, da wieder Kapital in das BTC-Ökosystem fließt”. Nachdem der Goldpreis im vierten Quartal 2025 deutlich stärker performte als der BTC-Kurs, könnte sich der Trend in diesem Handelsjahr umkehren. Geht es nach dem Fidelity-Profi, wäre der zeitnahe Beginn eines weiteren 4-Jahres-Zyklus möglich, der die Kryptowährung auf neue Höhen befördern dürfte. Das sieht Samson Mow von JAN3 ganz ähnlich – und erwartet die “meistgehasste Bitcoin-Rallye aller Zeiten“.

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