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Bitcoin-Abverkauf geht weiter: Long-Liquidationen erreichen 900 Millionen US-Dollar

So viele Long-Positionen wurden bei Bitcoin seit Monaten nicht mehr zwangsgeschlossen. Zudem haben Chiphersteller mit Umsatzeinbüßen zu kämpfen.

Jan-Malte Minnerup
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Eine Bitcoin-Münze vor einem roten Hintergrund

Beitragsbild: Shutterstock

| So viele Long-Positionen wurden seit Monaten nicht mehr zwangsgeschlossen. Zudem haben Chiphersteller mit Umsatzeinbüßen zu kämpfen.

Der Krypto-Markt hat eine turbulente Handelswoche hinter sich und kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem Bitcoin bereits am Mittwoch deutlich nachgegeben hatte, setzte sich der Abverkauf am Donnerstag fort und die größte aller Kryptowährungen fiel seit Montag zeitweise um über acht Prozent auf etwa 80.400 US-Dollar. Am heutigen Freitagmorgen konnte sich der Kurs zwar wieder etwas erholen, aber die steigenden Ölpreise gepaart mit anhaltenden Inflationssorgen und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen in den USA sorgen für Unsicherheit bei den Anlegern.

Fast eine Milliarde US-Dollar liquidiert

Begünstigt wurde der Abverkauf durch gehebelte Positionen am Futures-Markt, mit denen Anleger auf steigende Kurse gesetzt hatten. Insgesamt wurden innerhalb von 24 Stunden Positionen im Wert von 974 Millionen US-Dollar liquidiert, von denen 896 Millionen US-Dollar auf Long-Positionen entfielen. Vor allem ETH und BTC waren mit Liquidationen von 311 beziehungsweise 238 Millionen US-Dollar betroffen.

Am 8. Oktober liquidierten die Börsen mehr Long-Positionen als an jedem anderen Tag der vergangenen drei Monate. I CoinGlass

Die negative Entwicklung beschränkte sich allerdings nicht auf den Krypto-Markt. An der Wall Street verlor der technologielastige Nasdaq 100 am Donnerstag 1,39 Prozent, mit großen Verlusten bei den Chipherstellern. Intel büßte ganze 5,3 Prozent ein, Broadcom verzeichnete ein Minus von 4,3 Prozent und auch Nvidia steht mit 2,9 Prozent im Verlust. Auslöser war ein Bericht über die Umsätze von OpenAI. Diese lagen mit 50 Milliarden US-Dollar deutlich unter den zuvor kommunizierten 70 Milliarden US-Dollar.

Hohe Ölpreise verstärken Inflationssorgen

Darüber hinaus sorgen die Entwicklungen an den Energie- und Anleihemärkten für zusätzliche Unsicherheit. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich zwischenzeitlich um fast fünf Prozent auf mehr als 105 US-Dollar je Barrel, was den höchsten Stand seit Ende September markierte. Im weiteren Handelsverlauf gab der Ölpreis jedoch einen Teil seiner Gewinne wieder ab, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Washington produktive Gespräche mit dem Iran führe und vor den US-Zwischenwahlen am 3. November keine neuen Angriffe plane.

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