Über 29.000 Sicherheitslücken 

Anthropic startet KI-Sicherheitsscanner: Auch Krypto-Projekte könnten profitieren

Anthropic hat mehr als 29.000 potenzielle Sicherheitslücken entdeckt. Ein neuer Scanner könnte nun auch Krypto-Projekte schützen.

Jan-Malte Minnerup
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Eine Bitcoin-Münze liegt auf einem Schaltkreis einer Festplatte.

Beitragsbild: Shutterstock

| Künstliche Intelligenz spielt bei der Suche nach Sicherheitslücken eine immer größere Rolle

Der KI-Entwickler Anthropic hat einen neuen Sicherheitsscanner vorgestellt, mit dem sich Schwachstellen in öffentlich zugänglicher Software automatisch aufspüren lassen. Das neue Angebot namens OSS Scanner richtet sich an Open-Source-Projekte und soll deren Programmcode regelmäßig mithilfe leistungsfähiger KI-Modelle überprüfen.

KI entdeckt mehr als 29.000 mögliche Sicherheitslücken

Grundlage des neuen Angebots sind die Erfahrungen aus Anthropics Sicherheitsinitiative Project Glasswing. In den vergangenen sechs Monaten untersuchte das Unternehmen mit seinen KI-Modellen zahlreiche bedeutende Softwareprojekte und identifizierte dabei mehr als 29.000 potenzielle Schwachstellen. Bislang haben menschliche Prüfer allerdings erst 6.000 davon überprüft. Der neue Scanner soll diesen Engpass umgehen und Sicherheitsberichte unmittelbar an die teilnehmenden Entwickler weiterleiten.

Dabei setzt Anthropic unter anderem auf sein KI-Modell Claude Mythos. Die Berichte enthalten neben einer Beschreibung der gefundenen Schwachstelle auch Hinweise, wie ein Angreifer diese ausnutzen könnte. Außerdem geben sie einen Vorschlag zur Behebung. Bei einem Test mit 97 schwerwiegenden Sicherheitsfunden aus 48 Projekten zeigte sich die Zuverlässigkeit des Verfahrens. Davon erfüllten 85 Befunde die Anforderungen des bisherigen Prüfverfahrens.

Was bedeutet das für Bitcoin und Ethereum?

Für die Krypto-Branche könnte die Entwicklung relevant sein, da Blockchain-Transaktionen nicht rückgängig gemacht werden und Sicherheitslücken in Wallets oder DeFi-Protokollen erhebliche finanzielle Schäden verursachen können. Für eine Teilnahme an dem Projekt müssen sich die verantwortlichen Entwickler von Bitcoin und anderen Krypto-Projekten anmelden und bestimmte Anforderungen erfüllen. Anthropic will insbesondere Projekte berücksichtigen, die für die Sicherheit vieler Nutzer oder die digitale Infrastruktur von großer Bedeutung sind.

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