Am Wochenende bleibt es am Krypto-Markt wie gewohnt ruhig, auch wenn die politische Lage im Nahen Osten weiterhin für Unsicherheit sorgt. Eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich bislang nicht ab, wobei US-Präsident Donald Trump zuletzt erklärte, vor den Zwischenwahlen am 3. November keine neuen Militärschläge gegen den Iran durchführen zu wollen. Die anstehenden Wahlen seien für ihn allerdings kein Grund, die Bemühungen um ein Ende des Krieges zu beschleunigen.
Wie angespannt die Lage weiterhin ist, zeigt ein neuer Angriff auf den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad, bei dem nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen ums Leben kamen. Hinter der Attacke wird die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz vermutet, eine offizielle Bestätigung für deren Verantwortung liegt allerdings nicht vor. Der Vorfall könnte die Spannungen in der Region weiter verschärfen und die Ölversorgung gefährden, nachdem bereits wichtige Transportwege durch den Konflikt beeinträchtigt wurden.
Krypto-Markt wartet auf wichtige US-Inflationsdaten
An den Krypto-Börsen ist von den geopolitischen Entwicklungen bislang wenig zu spüren, wobei die dünnen Orderbücher am Wochenende größere Kursbewegungen begünstigen können. Bitcoin notiert am Sonntagmorgen bei 82.964 US-Dollar, während Ethereum um 0,3 Prozent auf 2.501 US-Dollar steigt. Solana wird bei 109,31 US-Dollar gehandelt und XRP verliert 1,05 Prozent auf 1,39 US-Dollar.
Am Mittwoch, dem 14. Oktober, werden die amerikanischen Verbraucherpreise für September um 14:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Ökonomen rechnen mit einer Inflationsrate von 3,6 Prozent im Jahresvergleich, nachdem sie im August bei 3,4 Prozent gelegen hatte. Sollten die Zahlen höher ausfallen als erwartet, könnte das die Spekulationen über eine weitere Zinserhöhung durch die US-Notenbank verstärken und den Bitcoin-Kurs belasten.
Die amerikanische Notenbank hatte ihren Leitzins im September erstmals seit 2023 auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Für die nächste Sitzung am 28. Oktober rechnen Händler laut den angegebenen CME-FedWatch-Daten mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 82,3 Prozent damit, dass die Zinsen unverändert bleiben.

