McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung
McAfee Labs, McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung

Quelle: Shutterstock

McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung

McAfee Labs hat mal wieder eine Übersicht über die aktuellen Bedrohungslagen im Cyberspace veröffentlicht. Auch Krypto-Freunde haben demnach Grund, besorgt zu sein.

Die IT-Sicherheitsfirma McAfee Labs hat ihren Bedrohungsbericht für August 2019 veröffentlicht. Der Bericht enthält eine Übersicht über Viren und andere Cyber-Bedrohungen für das erste Quartal 2019. Darunter sind auch einige Schädlinge mit Relevanz für den Krypto-Space. McAfee Labs verbuchen hier insbesondere einen deutlich Anstieg von Cryptojacking-Vorfällen.

McAfee Labs veröffentliche den Bericht am 28. August auf seiner Website, demnach nahmen Cryptojacking-Kampagnen im ersten Quartal 2019 um 29 Prozent zu. Zudem beobachteten die IT-Experten für denselben Zeitraum einen Anstieg von Ransomware-Angriffen um 118 Prozent. Derartige Angriffe zielen immer häufiger auf Unternehmen. Die Verfasser des Berichts stellen fest, dass die meisten Angriffe einer immer höher entwickelten Technologie zum Trotz für ihren Erfolg immer noch auf Social Engineering und menschliche Fehler angewiesen sind.

Cryptojacking betrifft sowohl Windows als auch Mac

Beim Cryptojacking infizieren Hacker Geräte mit Viren, mit dem Ziel, deren Rechenleistung zum Schürfen von Kryptowährungen zu missbrauchen. Die infizierten Geräte werden hierbei zu riesigen Botnetzen zusammengeschlossen. McAfee Labs katalogisierte hierbei Bedrohungen, die sowohl auf Windows- als auch auf Mac-Geräte zielen.

McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung


Ein prominenter Vertreter ist der PsMiner. Der Schädling wird wie ein Trojaner übertragen, sein Ziel sind Server. Nach erfolgreicher Infektion nutzt der PsMiner einen PowerShell-Befehl, um einen Monero Miner zu installieren. Die Kryptowährung Monero (XMR) ist für Kriminelle aufgrund ihrer Anonymität besonders attraktiv, zudem ist hier die Rechenleistung von Heimcomputern ausreichend. Tatsächlich gelang der französischen Polizei erst vor wenigen Tagen die Aushebung eines riesigen Monero-Mining-Botnetzes. Die erwischten Hacker hatten 850.000 Rechner infiziert.

McAfee Labs beschreibt weiterhin den CookieMiner als neuen Schädling. Das Malware-Programm zielt auf Apple-Geräte, als primäre Funktion möchte es Zugangsdaten und Wallets stehlen. Der Prozess des Datendiebstahls ist automatisiert, die Malware stiehlt Daten von Krypto-Börsen wie Binance, Bitstamp, Bittrex, Coinbase, MyEtherWallet und Poloniex. Der Name des Schädlings ist übrigens Programm, denn neben Zugangsdaten stiehlt der CookieMiner auch Browser-Cookies. Damit soll die Zwei-Faktor-Authentifizierung der meisten Krypto-Börsen umgangen werden.

Zusätzlich zum Datendiebstahl installiert der CookieMiner auch noch ein Programm zum Minen von Koto, einer relativ unbekannten Kryptowährung aus Japan. Während für das Minen von Bitcoin eine teure GPU benötigt wird, bietet Koto den Vorteil, dass hier eine CPU ausreichend ist. Schließlich ist diese in jedem Rechner vorhanden.



Mehr zum Thema:

McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

McAfee Labs, McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung
Bitcoin-Börse Upbit nimmt Ethereum-Handel wieder auf
Sicherheit

The Show must go on: Nach einem verheerenden Hackerangriff im November 2019 hat die südkoreanische Bitcoin-Börse Upbit wieder Ein- und Auszahlung in der Kryptowährung Ether freigeschaltet. Die 342.000 ETH, die dem November-Hack zum Opfer fielen, werden vollständig ersetzt.

McAfee Labs, McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung
Coinbase will Cryptsy-Opfer entschädigen
Sicherheit

Im Fall des Cryptsy-Raubes gab es nach fast drei Jahren eine Einigung. Die Krypto-Börse Coinbase entschädigt die Opfer des Krypto-Betrugs mit fast einer Million US-Dollar. Offenbar fürchtet der Krypto-Gigant einen Jury-Prozess. Es ist nicht der erste Versuch des Unternehmens gewesen, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

McAfee Labs, McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung
Bitcoin-Börse Huobi greift nach dem großen Geld
Unternehmen

Huobi Group, Mutterkonzern der Bitcoin-Börse Huobi, hat während des Weltwirtschaftsforum in Davos die Veröffentlichung einer Broker-Plattform verkündet. Damit hat es das Unternehmen auf das große Geld abgesehen.

McAfee Labs, McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung
Verbrennt Binance willkürlich BNB-Token?
Altcoins

Krypto-Börse Binance hat im vergangenen Jahr Korrekturen am White Paper vorgenommen und verbrennt seitdem BNB Coins. Die Zahlen aus dem letzten Quartal 2019 werfen jedoch einige Fragen auf.

McAfee Labs, McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung
Buchgeld-Tokenisierung: Neuer Wind im Geldsegment
Unternehmen

Algorand und Monerium arbeiten gemeinsam an der Tokenisierung von Buchgeld. Das gaben die beiden Unternehmen jüngst in einer Pressemitteilung bekannt.

McAfee Labs, McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung
Blitzschnell Richtung Mainstream
Szene

Square Crypto arbeitet derzeit an einem Entwickler-Tool-Kit für das Bitcoin-Lightning-Netzwerk. Dieses soll es Entwicklern vereinfachen, die Second-Layer-Lösung für Bitcoin zu integrieren.

Angesagt

Der 30-Millionen-US-Dollar-Betrug
Regulierung

Ein ehemaliger Profiteur des Bitcoin-Booms muss sich vor Gericht verantworten. Unter der Vortäuschung falscher Identitäten soll er Investoren mittels Initial Coin Offering (ICO) um 30 Millionen US-Dollar erleichtert haben.

Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
Blockchain

Die Staaten des afrikanischen Kontinents werden im Allgemeinen zu den Verlierern der Globalisierung gezählt. Die Armutsrate ist hoch und westliche Konzerne betrachten den Kontinent oftmals als ein plünderbares Rohstoffdepot. Dieser Trend setzt sich im Wesentlichen ungebrochen fort. Allerdings werden zumindest punktuell Ansätze eines Umdenkens erkennbar. Umso erfreulicher, dass auch der Blockchain-Technologie hierbei eine Rolle zukommt.

Britische Steuerbehörde plant Tracking Tool von Bitcoin-Transaktionen
Steuer

Diejenigen, die ihr Vermögen in vermeintlich anonymer Krypto-Form an den wachsamen Dienern Eurer Majestät vorbeimanövrieren wollen, könnten schon bald eines Besseren belehrt werden. Denn die britische Steuerbehörde rüstet im Bitcoin-Tracking technisch auf.

Größer, besser, Bitcoin SV?
Kolumne

Craig Wright und sein Team versuchen mit aller Gewalt, ihre Vision durchzusetzen. Dabei haben sie den Anspruch, Bitcoin in seiner Reinform zu vertreten. Obendrein will Wright der wahre Satoshi Nakamoto sein. Von Konsens keine Spur. Die Lage am Mittwoch.

McAfee-Labs-Bericht: Cryptojacking immer größere Bedrohung