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Krypto-Beschlagnahmung: USA machen Jagd auf Irans Milliarden

Washington plant den nächsten großen Schlag gegen den Iran. Dabei spielen Kryptowährungen eine entscheidende Rolle.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt Donald Trump und Scott Bessent

Beitragsbild: picture alliance

| Immer mehr iranische Gelder werden von den USA eingefroren

Die USA wollen Kryptowährungen mit Verbindungen zum Iran im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar beschlagnahmen. Finanzminister Scott Bessent kündigte am Donnerstag beim NPolicy Summit in Washington an, dass die amerikanischen Behörden bereits wüssten, wo sich die betreffenden Vermögenswerte befinden. Eine Beschlagnahmung sei nach seinen Angaben noch in dieser Woche möglich.

Die geplante Maßnahme ist Teil der verschärften Wirtschaftssanktionen gegen Teheran, mit denen die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Iran finanziell isolieren will. Bessent erklärte, dass Washington inzwischen weit über die bisherige Politik des maximalen wirtschaftlichen Drucks hinausgehe. Welche Kryptowährungen betroffen sind und auf welchen Wallets sie liegen, ließ der Finanzminister allerdings offen.

USA gehen gegen iranische Krypto-Gelder vor

Bereits in den vergangenen Monaten gingen die amerikanischen Behörden mehrfach gegen iranische Krypto-Vermögenswerte vor. Im Mai hatte Bessent erklärt, die USA hätten digitale Vermögenswerte mit Iran-Bezug im Umfang von rund einer Milliarde US-Dollar beschlagnahmt. Frühere Angaben des Finanzministeriums hatten sich noch auf knapp 500 Millionen US-Dollar belaufen. Unklar bleibt, ob die nun angekündigte Maßnahme zusätzliche Gelder betrifft oder bereits bekannte Vermögenswerte einschließt.

Auch mehrere iranische Handelsplattformen gerieten ins Visier der amerikanischen Behörden. Anfang Juni belegte Washington Nobitex und drei weitere Krypto-Börsen mit Sanktionen. Im August folgten Maßnahmen gegen Shelbit und Aban Tether, denen das Finanzministerium Verbindungen zu illegalen Finanztransaktionen vorwirft. Über die betroffenen Plattformen sollen Gelder an die iranischen Revolutionsgarden geflossen sein.

Im September trafen die Sanktionen schließlich die iranische Krypto-Börse BitBank. Nach Angaben des US-Finanzministeriums soll der sanktionierte Geschäftsmann Babak Zanjani die Plattform genutzt haben, um innerhalb weniger Wochen Bitcoin im Wert von mehreren Hundert Millionen US-Dollar an die Revolutionsgarden zu transferieren.

Kryptowährungen werden sowohl von iranischen als auch von russischen Netzwerken genutzt, um internationale Sanktionen zu umgehen. Ob die von Bessent angekündigte Beschlagnahmung tatsächlich erfolgt ist, wurde bislang nicht bestätigt.

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