OpenAI, Google und Meta konkurrieren um die Internet-Endung .agent. Insgesamt 13 Bewerber wollen sich die Domain sichern. Auch Krypto-Unternehmen bemühen sich um Endungen wie .bitcoin, .wallet und .crypto. Das geht aus den Bewerbungsdaten der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hervor.
ICANN ist eine 1998 gegründete gemeinnützige Organisation, die weltweit die Vergabe und Koordination eindeutiger Internet-Adressen unterstützt. Dazu gehören auch sogenannte Top-Level-Domains, also Endungen wie .com oder .org. Die Organisation sorgt damit für ein einheitliches und funktionsfähiges Adresssystem im Internet.
In der ersten Bewerbungsrunde seit 2012 gingen insgesamt 1.615 Anträge ein. OpenAI bewirbt sich um 15 Endungen, darunter .gpt, .agi und .mcp. Google und Meta interessieren sich ebenfalls für mehrere KI-bezogene Domains.
Auch Krypto-Unternehmen bewerben sich
Ebenfalls gefragt ist die Endung .bit mit elf Bewerbungen. Für .crypto liegen fünf Anträge vor, für .wallet und .dao jeweils vier. Die Endungen .bitcoin, .btc und .nft haben jeweils zwei Interessenten.
Die Vergabe kann kostspielig werden: Bereits die Prüfgebühr beträgt 227.000 US-Dollar pro Antrag. Bei konkurrierenden Bewerbungen sind Auktionen möglich. Google zahlte 2015 rund 25 Millionen US-Dollar für .app.
Bis zum 21. Oktober können berechtigte Bewerber noch auf alternative Domain-Endungen wechseln. Am 17. November will ICANN die endgültige Bewerbungsliste veröffentlichen. Anschließend beginnt eine öffentliche Einspruchsphase, die bis zum 16. März 2027 läuft. Noch wurde keine der umkämpften Endungen vergeben.
