Infrastruktur wird breiter 

Ripple baut Deal mit Investmentriesen aus – das steckt dahinter

Für große Investmenthäuser wird die Verbindung zwischen traditionellen und digitalen Märkten wichtiger. Ripple will dafür die passende Infrastruktur liefern.

Josip Filipovic
Teilen
Das Bild zeigt Brad Garlinghouse

Beitragsbild: picture alliance

| Ripple ist bekannt für seine institutionellen Partnerschaften

Ripple und Brevan Howard bauen ihre Zusammenarbeit deutlich aus. Künftig wird Ripple Prime für Fonds des Vermögensverwalters Prime-Brokerage-, Clearing- und Finanzierungsdienstleistungen über mehrere Anlageklassen hinweg bereitstellen. Brevan Howard verwaltet rund 35 Milliarden US-Dollar und gehört damit zu den größeren alternativen Investmenthäusern weltweit.

Für das Unternehmen ist die Vereinbarung vor allem deshalb interessant, weil sie traditionelle und digitale Märkte enger zusammenführt. Brevan Howard soll über eine gemeinsame Plattform auf unterschiedliche Produkte zugreifen können. Davon verspricht man sich einfachere Abläufe und eine effizientere Nutzung des eingesetzten Kapitals.

Ripple baut sein institutionelles Geschäft weiter aus

Ripple Prime entstand nach der Übernahme des institutionellen Prime Brokers Hidden Road und soll als zentrale Plattform für mehrere Anlageklassen dienen. “Es gibt nur wenige Unternehmen, die in der Lage sind, die nächste Generation erstklassiger Dienstleistungen anzubieten, die anspruchsvolle Anleger erwarten. Das Vertrauen von Brevan Howard in Ripple Prime ist eine Anerkennung unserer starken Wettbewerbsposition und unserer umfassenden Kompetenzen im Asset-übergreifenden Bereich“, sagte Noel Kimmel, Präsident von Ripple Prime.

Die Verbindung zwischen beiden Unternehmen besteht bereits länger. Von Brevan-Howard-Tochtergesellschaften verwaltete Fonds beteiligten sich 2025 an einer strategischen Finanzierungsrunde über 500 Millionen US-Dollar. Die vertiefte Zusammenarbeit geht damit über eine reine Beteiligung hinaus und bindet den Vermögensverwalter nun direkt an die Infrastruktur des Unternehmens.

Die Ratingagentur KBRA bewertete Ripple Prime in diesem Jahr mit BBB und verwies darauf, dass die Plattform weitere Bereiche wie Aktien-Prime-Brokerage und Swaps erschließen will. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen eine Kreditfazilität über 200 Millionen US-Dollar von Neuberger Berman, um das institutionelle Kreditgeschäft auszubauen.

Das könnte dich auch interessieren