Deutschland verzeichnet derzeit mehr neue Zulassungen nach MiCA als jedes andere EU-Land. Das geht aus dem aktuellen CASP-Radar von FinPlanet hervorgeht. Im dritten Quartal kamen demnach 42 Institute hinzu, europaweit waren es 72. Damit entfielen mehr als die Hälfte aller neuen Berechtigungen auf Deutschland. Die Auswertung basiert auf Daten der BaFin und der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA.
Auffällig: 41 der 42 neuen Institute sind Banken. Darunter zahlreiche Volksbanken und Raiffeisenbanken, aber auch die Deutsche Bank. Diese erhielt im September ihre MiCA-Zulassung.
Banken prägen den deutschen MiCA-Markt
Insgesamt zählt FinPlanet inzwischen 100 Institute mit MiCA-Berechtigung in Deutschland. Davon 65 Banken. Im Vorquartal waren es landesweit erst 58 berechtigte Institute. Hinzu kommen 120 Anbieter aus anderen europäischen Ländern, die ihre Dienstleistungen über den sogenannten EU-Pass auch in Deutschland erbringen dürfen.
Europaweit stieg die Zahl der berechtigten Institute auf 363. Das Wachstum hat sich allerdings insgesamt verlangsamt: Nach 105 neuen Berechtigungen im zweiten Quartal kamen zuletzt nur noch 72 hinzu. FinPlanet führt die Entwicklung auch auf das Ende der europäischen MiCA-Übergangsfristen zum 1. Juli zurück.
Dass die Zulassung nicht für alle Anbieter selbstverständlich ist, zeigte sich zuletzt bei Bitcoin.de. Die BaFin lehnte den MiCA-Antrag der betreibenden futurum bank kürzlich ab. Der Handel auf dem deutschen Krypto-Marktplatz bleibt deshalb vorerst ausgesetzt. Mehr dazu hier: BaFin verweigert MiCA-Lizenz: Bitcoin.de steht vor ungewisser Zukunft.
