Institutionelle Nachfrage 

Bitcoin-Käufe um zwei Drittel eingebrochen: Was die neuen Zahlen verraten

Unternehmen haben ihre Bitcoin-Bestände erneut kräftig ausgebaut. Ein neuer Bericht zeigt allerdings eine überraschende Entwicklung bei den Käufen.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt einen Einkaufswagen mit Bitcoin-Münzen

Beitragsbild: Shutterstock

| Strategy dominiert die Bitcoin-Käufe

Unternehmen besitzen inzwischen fast acht Prozent aller jemals verfügbaren Bitcoin und haben ihre Bestände allein in diesem Jahr um 193.000 BTC aufgestockt. Das geht aus einem neuen Bericht des Finanzdienstleisters River hervor, der die Bitcoin-Nutzung von Unternehmen im Jahr 2026 untersucht hat. Insgesamt halten Firmen mittlerweile 1,64 Millionen BTC und sind damit bereits im zweiten Jahr in Folge die größten Käufer der Kryptowährung. Allerdings haben sich die Investitionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund zwei Drittel auf 15,7 Milliarden US-Dollar verringert.

Allein Strategy und Strive haben seit Jahresbeginn 197.000 Bitcoin erworben und damit mehr als sämtliche Unternehmen zusammen netto hinzugekauft haben. Große Mining-Unternehmen haben dagegen 32.800 BTC verkauft, um unter anderem den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur zu finanzieren.

Bitcoin gewinnt auch bei kleineren Unternehmen an Bedeutung

Abseits der großen Treasury-Unternehmen wächst die BTC-Nutzung bei kleineren Betrieben weiter. River betreut mittlerweile mehr als 4.000 Geschäftskunden aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, wobei Immobilienunternehmen besonders stark vertreten sind.

Auch bei der Bezahlung von Waren und Dienstleistungen gewinnt Bitcoin an Bedeutung. Laut River akzeptiert inzwischen mehr als ein Viertel seiner Geschäftskunden die Kryptowährung als Zahlungsmittel, während 10,6 Prozent Bitcoin sogar als bevorzugte Zahlungsmethode angeben.

Besonders das Lightning Network ermöglicht schnelle Zahlungen zu vergleichsweise geringen Gebühren und kann damit eine Alternative zu herkömmlichen Kreditkartentransaktionen darstellen.

Trotz der nachlassenden Großkäufe sieht River noch erhebliches Wachstumspotenzial. Seit 2020 haben Unternehmen im Durchschnitt rund 19.000 Bitcoin pro Monat angesammelt. Sollte sich dieses Tempo fortsetzen, könnten ihre Bestände innerhalb der kommenden fünf Jahre um eine weitere Million BTC steigen und damit rund 13 Prozent des maximalen Angebots erreichen.

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