Die Hoffnung auf eine schnelle Erholung am Kryptomarkt hat einen neuen Dämpfer erhalten. Überraschend hohe Inflationszahlen aus den USA sorgen für einen Rücksetzer bei Bitcoin wieder in Richtung 80.000 US-Dollar. Außerdem verzeichnen die amerikanischen Bitcoin-ETFs nach einer kurzen Erholung wieder Kapitalabflüsse.
US-Inflation belastet den Bitcoin-Kurs
Wie das US-Arbeitsministerium gestern mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat im September um 3,7 Prozent. Im August hatte die Inflationsrate dagegen noch bei 3,4 Prozent gelegen und Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Vor allem die steigenden Energiepreise trugen zur höheren Teuerung bei. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Lebensmittel- und Energiepreise ausgeklammert werden, lag bei 2,6 Prozent.
Damit wächst der Druck auf die amerikanische Notenbank Federal Reserve und an den Finanzmärkten wird inzwischen wieder verstärkt über eine weitere Zinserhöhung diskutiert, was risikoreiche Vermögenswerte wie Bitcoin für Anleger weniger attraktiv macht. Die Verunsicherung zeigt sich aber auch an den Aktienmärkten, wo der technologielastige Nasdaq nach den Zahlen fast zwei Prozent an Wert verlor.
Bitcoin-ETFs verzeichnen erneut Abflüsse
Zusätzliche Unsicherheit liefern die jüngsten Kapitalbewegungen bei den US-amerikanischen Spot Bitcoin ETFs. Insgesamt flossen am Mittwoch netto 261,4 Millionen US-Dollar aus den Anlageprodukten ab. Besonders deutlich fiel der Kapitalabzug bei Fidelity mit 152,7 Millionen US-Dollar und BlackRock mit 110,9 Millionen US-Dollar aus. Damit hat der Markt die Zuflüsse vom Dienstag in Höhe von 175,7 Millionen US-Dollar wieder vollständig verloren. Sollte Bitcoin die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar unterschreiten, könnte sich der Abwärtstrend weiter verstärken.

