- Neue On-Chain-Daten von CryptoQuant zeigen: Das Bitcoin-Angebot auf dem Markt steigt, während die Nachfrage gleichzeitig zurückgeht. Ein potenziell bärisches Signal für die größte Kryptowährung der Welt.
- Laut Julio Moreno, Head of Research bei CryptoQuant, haben Langzeitinvestoren (LTHs) ihre Verkäufe zuletzt deutlich ausgeweitet. Das ist ein typisches Muster in Bullenmärkten, wenn erfahrene Anleger Gewinne realisieren.
- Anders als in früheren Phasen fehlt diesmal jedoch die Kaufseite, die das Angebot absorbieren könnte. Moreno warnt: “Seit Oktober nimmt das LTH-Selling zu, aber die Nachfrage schrumpft. Sie kann die Verkäufe zu höheren Preisen nicht mehr auffangen.”
- Der kurzfristige Nachfrageindikator befindet sich seit rund 30 Tagen im roten Bereich, was darauf hindeutet, dass kaum neue Käufer in den Markt strömen, während erfahrene Investoren weiter Kasse machen.
- Auch die beiden wichtigsten Quellen institutioneller Nachfrage – Bitcoin-ETFs und Strategy – zeigen Schwäche. ETF-Zuflüsse sind ins Negative gerutscht, während Strategys Käufe stagnieren. In früheren Rallys (z. B. Anfang 2025 oder Ende 2024) fiel der Verkaufsdruck der Langzeitinvestoren mit steigender Nachfrage zusammen – diesmal jedoch herrscht ein gefährliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.
- Sollte der Trend anhalten und die jährliche Nachfrage ins Negative kippen, droht laut Moreno eine Abkühlungsphase ähnlich früherer Mid-Cycle-Konsolidierungen. Bitcoin notiert aktuell bei rund 102.000 US-Dollar – ein Rückgang von über 6 Prozent in der letzten Woche. Damit steht der Markt an einem Scheideweg: Ohne frisches Kapital von ETFs und institutionellen Investoren könnte der Bullenzyklus ins Stocken geraten.
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