- Gold feiert ein neues Allzeithoch, Bitcoin und Co. schwächeln. Aktuell bewegt sich das “digitale Gold” in einer Spanne von 86.500 bis 89.600 US-Dollar. Auch Ethereum geriet unter Druck und notiert bei rund 2.900 US-Dollar. Der Grund für diese Entwicklung: makroökonomische Verwerfungen, von Japan bis Trumps Zollpolitik und die Situation rund um Grönland. Es findet eine klare Risk-Off-Bewegung an den Märkten statt. Sie stellt auch das Narrativ von Bitcoin als Safe Haven-Asset in Frage.
- Der gesamte Kryptomarkt schrumpft auf eine Marktkapitalisierung von etwa 3 Billionen US-Dollar, was einem Rückgang von 0,8 Prozent in 24 Stunden entspricht. Fast alle Top100-Kryptowährungen bewegen sich seitwärts. Das Marktsentiment ist deutlich gekippt: Der Fear-&-Greed-Index liegt zwischen 25 und 30 Punkten und signalisiert “Extreme Fear”. Noch am 15. Januar stand der Index bei 61 (“Gier”). Ein Stimmungsumschwung von 37 Punkten innerhalb weniger Tage.
- Ein zentraler Auslöser der Marktverwerfungen kommt weiterhin aus Japan. Stark steigende Renditen japanischer Staatsanleihen haben Investoren dazu gezwungen, riskantere Positionen abzubauen. Zusätzlichen Druck erzeugen geopolitische Spannungen: US-Präsident Donald Trump kündigte aggressive neue Zolltarife an, darunter einen möglichen 100-Prozent-Zoll auf kanadische Importe. Die Folge ist Flucht aus Risikoanlagen.
- Klassische Sicherheitsassets profitieren deutlich von dieser Entwicklung. Gold stieg auf ein neues Allzeithoch von über 5.100 US-Dollar je Unze und liegt im Jahresvergleich mehr als 86 Prozent im Plus. Insgesamt gerät das Narrativ von Bitcoin als “digitalem Gold” ins Wanken. Während Gold in einem Umfeld makroökonomischer Unsicherheit deutlich zulegt, korrigiert Bitcoin. Das vorherrschende Marktgefühl lautet derzeit: Bitcoin ist Risk-On, nicht Safe-Haven.
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