Schon bald könnten Stablecoins für Millionen Smartphonenutzer zum Alltag gehören. Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung integriert den Dollar-Stablecoin USDC direkt in seine Samsung Wallet und bietet damit Funktionen an, für die Nutzer bislang auf spezielle Krypto-Dienstleister angewiesen waren. Ab Ende Oktober soll das Angebot dann für 82 Millionen kompatible Galaxy-Geräte in den USA verfügbar sein.
Samsung ermöglicht Überweisungen in mehr als 60 Länder
Zum Start unterstützt Samsung Wallet ausschließlich den US-Stablecoin USDC. Nutzer können diesen direkt aus der Anwendung an Krypto-Wallets und Börsen versenden und Transaktionen innerhalb weniger Sekunden durchführen. Darüber hinaus ermöglicht die neue Funktion Überweisungen auf Bankkonten in mehr als 60 Ländern. Empfänger erhalten das Geld dabei direkt in ihrer jeweiligen Landeswährung und benötigen selbst keine Krypto-Wallet. Für diese Form der internationalen Überweisung fallen auch Gebühren an, deren Höhe vom Zielland und dem überwiesenen Betrag abhängt. Der Zahlungsverkehr innerhalb der USA soll jedoch erst einmal kostenlos sein.
Die technische Umsetzung der Zahlungsinfrastruktur übernimmt dabei der Stablecoin-Anbieter Bastion. Coinbase sichert die hinterlegten USDC über seinen institutionellen Verwahrdienst Coinbase Prime, was die Zusammenarbeit zwischen Samsung und Coinbase weiter vorantreibt. Zuvor hatte der südkoreanische Konzern seinen Nutzern schon den Zugang zu Coinbase-Dienstleistungen ermöglicht. Mit der neuen Funktion können Stablecoins nun erstmals direkt innerhalb der Samsung Wallet eingesetzt werden.
Stablecoins kommen in den Einzelhandel?
Langfristig will Samsung den Einsatzbereich noch erweitern und prüft dazu, ob Nutzer künftig auch in Onlineshops und im stationären Einzelhandel mit Stablecoins bezahlen können. Denkbar wären Zahlungen direkt über das Smartphone, ähnlich wie bei etablierten kontaktlosen Bezahlverfahren.
