Personalwechsel 

Nächster Abgang im Weißen Haus: Oberster Krypto-Berater verlässt Trump-Regierung

Jetzt geht auch Patrick Witt. Der CLARITY Act und die Bitcoin-Reserve verlieren damit ihren zentralen Ansprechpartner.

Jan-Malte Minnerup
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Das Bild zeigt Donald Trump

Beitragsbild: picture alliance

| Mit Patrick Witt verlässt bereits der dritte Krypto-Berater das Weiße Haus

Die Krypto-Politik der US-Regierung verliert einen weiteren ihrer wichtigsten Verantwortlichen. Patrick Witt, bislang leitender Direktor des Krypto-Beirats im Weißen Haus, hat seinen Posten aufgegeben und nach David Sacks und Harry Jung verabschiedet sich damit bereits der dritte hochrangige Vertreter aus dem Krypto-Team von US-Präsident Donald Trump.

Warum verlässt Patrick Witt das Weiße Haus?

Der bisherige Krypto-Berater ist eigentlich Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums und war nur vorübergehend für die Trump-Regierung tätig. Bereits im Juli hatte er seinen Abschied geplant, um an einer verpflichtenden Ausbildung der Nationalgarde von Georgia teilzunehmen. Diese wurde jedoch verschoben und seine befristete Tätigkeit im Weißen Haus ist nun ausgelaufen.

Witt hatte den Posten im August 2025 von Bo Hines übernommen und war seitdem maßgeblich an den Verhandlungen über den CLARITY Act beteiligt. Das Gesetz soll erstmals umfassend regeln, welche amerikanischen Behörden für Kryptowährungen zuständig sind und welchen rechtlichen Anforderungen Handelsplattformen und andere Marktteilnehmer unterliegen. Im September scheiterte jedoch eine entscheidende Verfahrensabstimmung im US-Senat. Zu den Streitpunkten gehören die Behandlung von Stablecoin-Vergütungen und mögliche Interessenkonflikte durch die Krypto-Geschäfte von Präsident Trump. Wann die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, ist weiterhin offen.

Was wird aus Trumps Bitcoin-Plänen?

Witts Ausscheiden wirft auch Fragen zur strategischen Bitcoin-Reserve der Vereinigten Staaten auf. Diese hatte Trump im März 2025 per Dekret angekündigt und Witt gehörte zu den Regierungsvertretern, die Möglichkeiten für zusätzliche Bitcoin-Käufe prüfen sollten, ohne dafür neue Belastungen für den Staatshaushalt zu schaffen. Konkrete Fortschritte bei einer solchen Aufstockung blieben bislang allerdings aus. Zudem verliert das Vorhaben jetzt einen seiner zentralen Ansprechpartner. Außerdem hatten zuvor bereits seine Stellvertreter Harry Jung und der frühere Krypto-Beauftragte David Sacks ihre Ämter vor wenigen Monaten niedergelegt.

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