Die US-Großbank JPMorgan bringt ihren Einlagentoken JPM Coin auf die Ethereum-Blockchain und ermöglicht institutionellen Kunden damit künftig Überweisungen innerhalb weniger Sekunden. Anders als bei klassischen Banktransfers können die Zahlungen rund um die Uhr abgewickelt werden, auch an Wochenenden und Feiertagen. JPM Coin bildet dabei US-Dollar-Einlagen bei der größten Bank der Vereinigten Staaten digital ab.
Bereits im vergangenen Jahr hatte JPMorgan den Token auf Base eingeführt, einer von der Krypto-Börse Coinbase entwickelten Layer-2-Blockchain. Mit der Erweiterung auf Ethereum will die Bank vor allem große Unternehmen aus dem Krypto-Sektor und Finanzinstitute erreichen, die ihre Geschäfte direkt auf öffentlichen Blockchain-Netzwerken abwickeln möchten.
Ethereum gewinnt mit JPMorgan weiteren Großkunden
Interessant ist der Einlagentoken vor allem für Finanzinstitute, die Geschäfte mit tokenisierten Vermögenswerten abwickeln möchten. JPM Coin kann dabei als digitales Zahlungsmittel dienen oder zur Hinterlegung von Sicherheiten eingesetzt werden.
“Wir erleben eindeutig ein Jahr der weiteren Annäherung zwischen Wall Street und Kryptowährungen. Nicht nur die Wall Street setzt auf öffentliche Blockchains, sondern auch institutionelle Web3-Anbieter integrieren sich stärker und kooperieren mit traditionellen Finanzinstituten”, so Emma Landriault, globale Leiterin von Kinexys Labs bei Kinexys, der Blockchain-Abteilung von JPMorgan.
Für Ethereum entschied sich die Bank aufgrund der hohen Liquidität und der bereits bestehenden Nutzung durch ihre institutionellen Kunden.
Auch das bestehende Zahlungsnetzwerk Kinexys zeigt, welche Rolle die Technologie bereits im Bankgeschäft spielt. Über das Kinexys Blockchain Deposit Account Network können Firmenkunden US-Dollar, Euro und britische Pfund übertragen. Täglich werden darüber nach Unternehmensangaben Zahlungen von mehr als sieben Milliarden US-Dollar abgewickelt, während der gesamte Zahlungsverkehr des Geldhauses rund zwölf Billionen US-Dollar pro Tag erreicht.

