Krypto-Sicherheit 

Sicherheitsbericht alarmiert: 1,18 Milliarden US-Dollar durch Krypto-Hacks

Vier Angriffe verursachten 80 Prozent des Schadens. Im dritten Quartal blieben 387 Millionen US-Dollar aus Hacks ungedeckt.

Jan-Malte Minnerup
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Auf einem Bildschirm erscheint ein blauer Computercode mit dem Schatten eines Totenkopfes, der eine Krypto-Cybersicherheitsbedrohung oder einen Hacking-Versuch symbolisiert.

Beitragsbild: Shutterstock

| Im dritten Quartal erbeuteten Hacker mehr als eine Milliarde US-Dollar in Kryptowährungen

Die Krypto-Branche hat ein massives Sicherheitsproblem und es scheint, als sind die eigenen Kryptowährungen nirgendwo wirklich sicher. Über viele Jahre hinweg galten Hardware-Wallets als der absolute Königsweg, doch das ist Geschichte. Der Coldcard-Hack, bei dem 116 Millionen US-Dollar in BTC gestohlen wurden, ist noch nicht ganz verdaut, da kommt auch schon der Ledger-Skandal. Manipulierte Geräte mit versteckten Spionagechips als Albtraum vieler Krypto-Anleger. Jetzt kam heraus, dass allein zwischen Juli und September 107 Hackerangriffe erfolgreich durchgeführt und dabei 1,18 Milliarden US-Dollar gestohlen wurden. Gegenüber dem zweiten Quartal entspricht das einem Anstieg um 55 Prozent.

Bitget und Bitcoin-Netzwerk mit Millionenverlusten

Die größten Schäden verursachten gerade einmal vier Angriffe, auf die 80 Prozent der gesamten Verluste zurückzuführen sind. Mit entwendeten Mitteln in Höhe von 387 Millionen US-Dollar führt die Krypto-Börse Bitget die unrühmliche Statistik der höchsten Schadenssummen an. Die Angreifer nutzten eine Schwachstelle in einem externen Sicherheitssystem, um sich weitreichende Zugriffsrechte zu verschaffen und unberechtigte Auszahlungen durchzuführen.

Auf dem zweiten Platz folgt dann die Bitcoin-Sidechain Liquid Network, wo sich durch einen Fehler in der Transaktionsprüfung 4.000 nicht gedeckte L-BTC erzeugen ließen und die Angreifer so Bitcoin im Wert von 320 Millionen US-Dollar abziehen konnten. Neben den großen Plattform-Hacks gab es auch 71 registrierte Angriffe auf Smart Contracts in dem Untersuchungszeitraum. Diese haben zusammen einen Schaden von 228 Millionen US-Dollar verursacht, was einem mittleren Verlust von 670.000 US-Dollar pro Sicherheitsvorfall entspricht.

Hunderte Millionen Dollar bleiben verschwunden

Der Großteil der gestohlenen Vermögenswerte blieb jedoch verschollen. Von den 1,18 Milliarden US-Dollar konnten gerade einmal 387 Millionen US-Dollar zurückgeholt oder durch technische Maßnahmen wiederhergestellt werden. Weitere 410 Millionen US-Dollar erstatteten die betroffenen Unternehmen ihren Kunden aus eigenen Mitteln. Dennoch blieben am Ende etwa 384 Millionen US-Dollar ungedeckt, was 32 Prozent der ursprünglichen Verluste entspricht.

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