Widerstand gegen OKX wächst 

Microsoft und Google blockieren tokenisierte Aktien

Ex-Gouverneur Cuomo hält die Absagen für eine natürliche Reaktion. Doch wie viele Konzerne springen noch ab?

Jan-Malte Minnerup
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Logos von Apple, Nvidia, Microsoft, MEta, Alphabet, Tesla und Amazon.

Beitragsbild: picture alliance

| Mit Microsoft und Alphabet stellen sich nun auch zwei der wertvollsten Tech-Konzerne gegen tokenisierte Versionen ihrer Aktien

Die Zahl der Unternehmen, die sich gegen den geplanten Blockchain-Aktienhandel des Gemeinschaftsunternehmens der Krypto-Börse OKX und des New-York-Stock-Exchange-Betreibers Intercontinental Exchange aussprechen, wächst immer weiter. Mit den Wall Street Tech-Größen Microsoft und Alphabet gewinnt die Fraktion der Kritiker neue prominente Mitglieder. Außerdem hat sich die Investmentbank Goldman Sachs und die Fast-Food-Kette McDonald’s gegen die neue Handelsplattform OKXICE ausgesprochen. Ist das jetzt das Ende der Pläne?

Ehemaliger New Yorker Gouverneur reagiert

Der ehemalige New Yorker Gouverneur und Co-Vorsitzende von OKXICE zeigt sich jedenfalls wenig überrascht von den aktuellen Entwicklungen. Er bezeichnete die Einwände als “natürliche Reaktion auf die geplante Veränderung des Aktienhandels”. Man habe von Anfang an damit gerechnet, dass zahlreiche Unternehmen zunächst skeptisch auf ein derart neues Handelsmodell reagieren würden.

Die rechtlichen Grundlagen, um einen solchen Handel durchzuführen, hatte die US-Börsenaufsicht SEC dabei erst im September geschaffen. In der auf fünf Jahre begrenzten Ausnahmeregelung räumte sie den Unternehmen allerdings auch die Möglichkeit zur Einspruchnahme ein. Die Betreiber der Plattform müssen die betroffenen Firmen mindestens 30 Tage vor der geplanten Tokenisierung informieren. Bleibt ein Widerspruch innerhalb dieser Frist aus, dürfen die Betreiber die Aktien als tokenisierte Version in den Handel aufnehmen.

Kann OKXICE überhaupt noch an den Start gehen?

Doch auch angesichts der wachsenden Zahl an Absagen muss OKXICE seine Pläne für den tokenisierten Aktienhandel vorerst nicht begraben. Von den ursprünglich angedachten 62 Unternehmen haben bislang nur 16 direkten Einspruch eingelegt. Und die Größen Nvidia, Apple, Amazon und Tesla gehören nach aktuellem Stand weiterhin zu dem Handelsaufgebot der Krypto-Börse. Ein konkreter Starttermin steht jedoch noch aus.

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