Tokenisierung 

Rückschlag für Krypto-Börse OKX: Neun US-Konzerne verweigern ihre Aktien

Die Blockchain soll den Aktienhandel revolutionieren, doch einige Konzerne sträuben sich. Wovor haben sie Angst?

Jan-Malte Minnerup
Teilen
Das OKX Börsen Logo mit den Aktien Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon und Tesla

Beitragsbild: Shutterstock I Fotomontage

| Für die geplante Handelsplattform von OKX fallen vorerst neun US-Aktien weg

Der Vorstoß, klassische Aktien auf die Blockchain zu bringen, stößt in den USA auf unerwarteten Widerstand. Gleich neun börsennotierte Unternehmen haben sich dagegen ausgesprochen, dass ihre Aktien auf der geplanten Handelsplattform OKXICE in tokenisierter Form angeboten werden. Damit geraten die Pläne der Krypto-Börse OKX und des New-York-Stock-Exchange-Betreibers Intercontinental Exchange ins Stocken, obwohl die US-Börsenaufsicht SEC den Weg für solche Handelsmodelle erst kürzlich erleichtert hatte.

Neun Unternehmen verweigern Zustimmung zum Blockchain-Handel

Neben Broadcom, Verizon und UnitedHealth haben auch CoreWeave, AppLovin, Applied Digital, Rocket Lab, Applied Optoelectronics und Cerebras Systems Einwände eingereicht. Grundlage dafür ist eine Ausnahmeregelung, welche die SEC erst im September eingeführt hatte. Sie erlaubt entsprechende Handelsmodelle, räumt den betroffenen Unternehmen jedoch ein Widerspruchsrecht ein. Machen diese innerhalb der vorgesehenen Frist davon Gebrauch, darf die Plattform ihre Wertpapiere unter dieser Regelung nicht anbieten. Neun der ursprünglich 63 vorgesehenen Aktienunternehmen haben inzwischen Widerspruch eingelegt. Dennoch hält OKXICE an seinen Plänen fest und will unter anderem Aktien von Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon und Tesla tokenisieren.

Warum sich die Konzerne gegen Aktien-Token wehren

Hinter den Einwänden stehen unter anderem Sorgen über mögliche Auswirkungen auf den regulären Aktienhandel. Der Glasfaserhersteller Applied Optoelectronics erklärte, dass bislang unklar sei, wie sich tokenisierte Aktien auf die Kursbildung und die Schwankungsanfälligkeit seiner Wertpapiere auswirken könnten. Hinzu kommt die Befürchtung, Anleger könnten den Eindruck gewinnen, dass die betroffenen Unternehmen das Angebot selbst unterstützen.

Das könnte dich auch interessieren