Schnellere Abwicklung 

Boerse Stuttgart erhält Lizenz für Blockchain-Handel

Die BaFin gibt grünes Licht für die Blockchain-Plattform Seturion. Die Boerse Stuttgart will damit den europäischen Wertpapierhandel verändern.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt das Logo der Boerse Stuttgart

Beitragsbild: picture alliance

| In Europa wird die Blockchain-Technologie immer beliebter

Die Boerse Stuttgart Group hat als erste europäische Börsengruppe eine DLT-TSS-Lizenz erhalten und kann damit ihre Blockchain-basierte Abwicklungsplattform Seturion aufbauen. Die Genehmigung wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Rahmen eines Verfahrens mit der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und der Europäischen Zentralbank (EZB) erteilt.

Mit Seturion will die Börsengruppe vor allem die Abwicklung von Wertpapiergeschäften vereinfachen. Bislang müssen Transaktionen häufig über mehrere technische Systeme und zwischengeschaltete Dienstleister abgewickelt werden, was Zeit und Geld kostet. Die neue Infrastruktur soll diese Prozesse mithilfe der Blockchain-Technologie vereinheitlichen und nach Angaben des Unternehmens die Abwicklungskosten für angeschlossene Banken und Broker um bis zu 90 Prozent reduzieren.

Blockchain-Plattform soll Wertpapierhandel in Europa vereinfachen

Seturion unterstützt dafür sowohl öffentliche als auch private Blockchains: Zahlungen können über digitale Zahlungsmittel auf der Blockchain oder über Zentralbankgeld abgewickelt werden, wobei die Übertragung der Wertpapiere direkt zwischen den beteiligten Marktteilnehmern erfolgen soll. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt.

“Der Erhalt der ersten DLT TSS-Lizenz für eine europäische Börsengruppe unterstreicht unsere Vorreiterrolle für den digitalen Kapitalmarkt der Zukunft. Die Lizenz ist nicht nur die Grundlage für die Etablierung von Seturion als paneuropäische digitale Settlement-Plattform. Sie ist auch ein wichtiger Schritt, um einen einheitlichen europäischen Kapitalmarkt in die Tat umzusetzen”, sagt Dr. Matthias Voelkel, CEO der Boerse Stuttgart Group.

Besonders interessant ist das Angebot für bestehende Handelsplätze, die künftig tokenisierte Vermögenswerte anbieten möchten. Über eine Anbindung an Seturion können sie entsprechende Geschäfte abwickeln, ohne selbst eine eigene DLT-Lizenz beantragen zu müssen.

Für den europaweiten Ausbau arbeitet Seturion bereits mit mehreren Unternehmen aus der Finanzbranche zusammen, darunter flatexDEGIRO, Nasdaq, Société Générale und deren Blockchain-Sparte SG FORGE. “Indem wir Seturion als digitale Settlement-Plattform aufbauen, die Banken, Brokern und Handelsplätzen in ganz Europa offensteht, tragen wir zu einem effizienten Kapitalmarkt bei”, erklärt Seturion-Chefin Lidia Kurt.

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