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Bitcoin-Erholung auf 84.000 US-Dollar: Neue Inflationsdaten entscheiden über die Richtung

Überraschende Ankündigung einer Waffenruhe drückt den Ölpreis, doch die Unruhe im Nahen Osten hält an. Und wie steht es um die US-Inflation?

Jan-Malte Minnerup
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Drei Bitcoin-Münzen stehen vor einem Kurschart

Beitragsbild: Shutterstock

| Geopolitik und Geldpolitik bestimmen derzeit stärker als sonst den Kurs am Krypto-Markt

Nach einer turbulenten Handelswoche startet der Krypto-Markt mit leichten Gewinnen in die neue Woche. Der Bitcoin-Kurs konnte sich von seinem jüngsten Tief bei 80.300 US-Dollar erholen und notiert wieder über der Marke von 84.000 US-Dollar. Auch Ethereum zeigt sich etwas freundlicher und steigt auf über 2.550 US-Dollar. Auf Wochensicht überwiegen jedoch weiterhin die Verluste mit drei Prozent bei BTC und fast sieben Prozent bei Ether.

Sinkender Ölpreis sorgt für etwas Entspannung

Unterstützung erhält der Markt von einer leichten Entspannung bei den Energiepreisen. Nachdem US-Präsident Donald Trump am Sonntag eine sofortige Feuerpause für Angriffe auf Energieanlagen zwischen Russland und der Ukraine angekündigt hatte, fiel die Nordseesorte Brent im asiatischen Handel um gut ein Prozent auf 103,55 US-Dollar je Barrel.

Allerdings ist die Lage weiter angespannt. Neue Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Energieanlagen und Attacken auf Öltanker in der Straße von Hormus sorgen für Unsicherheit und begrenzen den Rückgang der Ölpreise. Zudem hält sich der US-Dollar-Währungsindex nahe seinem höchsten Stand seit 18 Monaten bei 102,2 Punkten.

US-Inflation im Mittelpunkt

Entscheidend für die weitere Entwicklung des Krypto-Marktes dürfte nun die Veröffentlichung der Verbraucherpreise für September durch das US-Arbeitsministerium am kommenden Mittwoch sein. Derzeit rechnen die Ökonomen mit einem Anstieg der jährlichen Inflationsrate auf 3,7 Prozent. Am Donnerstag folgen die Erzeugerpreise, die weitere Hinweise auf den Preisdruck in der US-Wirtschaft liefern könnten.

Der Markt erwartet aktuell mit erhöhter Wahrscheinlichkeit eine Zinspause im Oktober. I CME Group

Relevant sind die Daten insbesondere mit Blick auf die nächste Sitzung der Federal Reserve am 27. und 28. Oktober. Nachdem die US-Notenbank die Zinsen im September erstmals seit 2023 angehoben hatte, rechnet der Markt derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 81 Prozent damit, dass die Fed den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent belässt. Lediglich 19 Prozent erwarten eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Sollten die Inflationszahlen am Mittwoch höher ausfallen als erwartet, könnte sich dieses Verhältnis aber verschieben und eine weitere Zinserhöhung wahrscheinlicher machen.

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