Rapper unter Druck 

Musikbots und Krypto-Glücksspiel: Das sind die Vorwürfe gegen Drake

Der US-Rapper Drake wird angeklagt. Es geht um Krypto-Glücksspiel und Streaming-Manipulation.

David Scheider
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Beitragsbild: picture alliance

| Drake steht in der Kritik
  • US-Rapper Drake steht im Zentrum einer Sammelklage vor einem Bundesgericht in Virginia. Der Vorwurf: Mithilfe illegaler Gewinne aus dem Krypto-Casino Stake.us soll er Streamingzahlen seiner Musik manipuliert und dabei Tausende Nutzerinnen und Nutzer getäuscht haben.
  • Die Klageschrift zeichnet ein weitreichendes Bild. Drake habe – gemeinsam mit Influencern wie Adin Ross – “Mittel des Krypto-Casinos genutzt, um Livestreams mit hohen Wetteinsätzen zu inszenieren”, heißt es in dem Dokument. Das Ziel: Reichweite. Die Mittel: angeblich verdeckte Zahlungen über die interne „Tipping“-Funktion von Stake.us. Diese habe “die Finanzierung künstlicher Streams ermöglicht”, also Botting zur Manipulation von Spotify und Co.
  • Botting bezeichnet den Einsatz automatisierter Software (“Bots”), um künstlich Interaktionen oder Aktivitäten auf digitalen Plattformen zu erzeugen. Im Musikbereich bedeutet das konkret: Bots spielen Titel eines Künstlers in Endlosschleife, auf Tausenden Accounts gleichzeitig. Ziel ist es, die Streamingzahlen in die Höhe zu treiben.
  • Insgesamt wird dem kanadischen Musiker vorgeworfen, durch “automatisierte Bot-Netzwerke seine Reichweite künstlich aufgebläht und Algorithmen gezielt getäuscht” zu haben – unter dem Deckmantel eines angeblich legalen Social Casinos.
  • Zwar bewirbt Stake.us seine Plattform als “sicher, kostenlos und sozial”, doch laut Anklage sei das Geschäftsmodell ein klarer Verstoß gegen US-Glücksspielrecht. Durch den Verkauf sogenannter Gold Coins, die in Wahrheit wertlos sind, in Kombination mit Stake Cash (eintauschbar gegen Kryptowährungen) würde realer Einsatz verschleiert.
  • Betrugsversuche stehen im Krypto-Sektor leider an der Tagesordnung. Wir zeigen dir, wie du dich schützen kannst.
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Quellen

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