Krypto-Derivate-Anbieter im Vergleich X+ Anbieter im Test
Die besten Anbieter für Krypto-Derivate
Derivate gehören zu den mächtigsten und gleichzeitig risikoreichsten Werkzeugen an den Finanzmärkten. Im Krypto-Bereich sind sie besonders verbreitet. Bitcoin-Futures, Perpetual Swaps und Krypto-Optionen werden täglich in einem Volumen gehandelt, das den klassischen Spot-Handel um ein Vielfaches übersteigt. In unserem Vergleich nehmen wir die besten Plattformen für den Handel mit Krypto-Derivaten unter die Lupe.
Egal ob du ein erfahrener Futures-Trader bist oder gerade erst verstehen möchtest, was ein Derivat überhaupt ist: Bei uns findest du die wichtigsten Infos rund den Handel mit Derivaten. Wir bieten dir einen kompakten Anbietervergleich für den schnellen Einstieg und eine ausführliche Einführung in die Welt der Derivate mit besonderem Fokus auf Kryptowährungen. Wir erklären, welche Derivate-Typen es gibt, wie Hebel und Margin funktionieren und worauf du bei der Anbieterwahl wirklich achten musst.
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Egal ob Börse, Broker oder Wallet - unsere Anbietervergleiche basieren ausschließlich auf Erfahrungsberichten und Nutzerbewertungen.
Der Begriff Derivat stammt vom lateinischen derivare, was so viel bedeutet wie „ableiten". Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Wert sich von einem anderen Finanzprodukt ableitet, dem sogenannten Basiswert (auf Englisch auch Underlying genannt). Du investierst also nicht direkt in eine Aktie, ein Rohstoff oder eine Kryptowährung, sondern schließt einen Vertrag ab, der auf der Preisentwicklung dieses Basiswerts basiert.
Basiswerte können dabei ganz unterschiedliche Finanzprodukte sein, zum Beispiel Aktien, Anleihen, Rohstoffe wie Gold oder Öl, Devisen, Zinssätze, Aktienindizes oder eben Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. So kann ein Derivat etwa auf den Bitcoin-Kurs
Wenn du ein Derivat handelst, schließt du einen Vertrag mit einer Gegenpartei ab. In diesem Vertrag wird festgelegt, auf welchen Basiswert er sich bezieht, welchen Preis ihr als Grundlage nehmt (den sogenannten Strike-Preis oder Ausübungspreis), zu welchem Zeitpunkt oder in welchem Zeitraum der Vertrag erfüllt wird, und wie die Abwicklung stattfindet, also ob physisch (tatsächliche Lieferung des Basiswerts) oder per Barausgleich (Zahlung der Kursdifferenz).
Das entscheidende Merkmal ist, dass Vertragsabschluss und tatsächliche Erfüllung zeitlich auseinanderfallen. Genau das macht Derivate zu Termingeschäften. Und genau das eröffnet die Möglichkeit, mit verhältnismäßig wenig Kapitaleinsatz auf große Kursbewegungen zu spekulieren oder sich gegen Preisrisiken abzusichern.
Nicht alle Derivate verpflichten beide Seiten gleichermaßen. Man unterscheidet daher zwischen zwei Grundtypen.
Bei unbedingten Termingeschäften, zu denen Futures und Swaps gehören, sind beide Parteien zur Erfüllung des Vertrags verpflichtet. Niemand kann vorzeitig aussteigen. Die einzige Möglichkeit, eine offene Position zu schließen, ist das sogenannte Glattstellen, also der Kauf eines gegenläufigen Kontrakts.
Bei bedingten Termingeschäften, also Optionen, hat der Käufer ein Wahlrecht. Er darf den Kontrakt ausüben, muss es aber nicht. Dieses Recht lässt er sich durch die Zahlung einer Optionsprämie erkaufen.
Derivate haben ursprünglich eine sehr sinnvolle wirtschaftliche Funktion. Landwirte sicherten damit jahrhundertelang den Preis ihrer Ernte ab, bevor sie geerntet war. Unternehmen schützen sich bis heute gegen Wechselkursschwankungen. Und Banken nutzen Derivate zur Steuerung von Zinsrisiken in riesigem Ausmaß. Für Privatanleger rückt allerdings meist ein anderes Motiv in den Vordergrund, nämlich der Handel mit Hebel.
Hedging bezeichnet die Absicherung einer bestehenden Position gegen unerwünschte Kursentwicklungen. Ein Bitcoin-Miner, der in drei Monaten seine geschürften BTC verkaufen möchte, kann sich mit einem Short-Future gegen einen Kursrückgang absichern. Fällt der Preis, gewinnt der Future-Kontrakt und gleicht den Verlust beim Spot-Verkauf zumindest teilweise aus. So funktioniert Risikomanagement mit Derivaten.
Der Hebel (auf Englisch Leverage) ist das, was Derivate für viele Trader so attraktiv macht. Er erlaubt dir, eine Handelsposition zu eröffnen, die ein Vielfaches deines eingesetzten Kapitals wert ist. Mit einem Hebel von 10 zu 1 kannst du mit 100 Euro eine Position im Wert von 1.000 Euro kontrollieren. Steigt der Kurs um 10 Prozent, verdoppelst du deinen Einsatz. Fällt er um 10 Prozent, verlierst du ihn vollständig. Der Hebel verstärkt Gewinne und Verluste gleichermaßen.
Wie Margin Trading genau funktioniert, erklären wir dir in unserem Academy-Beitrag: Margin Trading
Arbitrage bezeichnet die risikoarme Ausnutzung von Preisunterschieden zwischen verschiedenen Märkten oder Instrumenten. Wenn ein Bitcoin-Future an Börse A teurer notiert als an Börse B, kauft ein Arbitrageur an der günstigeren und verkauft gleichzeitig an der teureren. In der Praxis ist dieses Zeitfenster oft nur Millisekunden groß und wird hauptsächlich von algorithmischen Handelssystemen genutzt.
Es gibt eine ganze Familie von Derivaten, die sich in ihrer Konstruktion, ihren Rechten und Pflichten und ihrem typischen Einsatzgebiet unterscheiden. Hier sind die wichtigsten im Überblick.
Ein Future ist ein standardisierter, börsengehandelter Vertrag, der dich verpflichtet, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis und zu einem festgelegten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Die Standardisierung bedeutet, dass Kontraktgröße, Laufzeit und Abwicklungsmodalitäten vorgegeben sind. Das macht Futures liquide und leicht handelbar.
Bitcoin-Futures werden zum Beispiel an der Chicago Mercantile Exchange (CME) gehandelt, wo vor allem institutionelle Investoren aktiv sind. Auf Krypto-Handelsplattformen, die wir in unserem Anbietervergleich vorstelln, findest du Futures auf Bitcoin, Ethereum und viele weitere Coins.
Alles Wissenswerte zu Futures erfährst du in unserem Academy-Beitrag: Was sind Futures
Eine Option gibt dir das Recht, aber nicht die Pflicht, einen Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Für dieses Recht zahlst du eine Optionsprämie. Läuft die Option ins Geld, also in die von dir gewünschte Richtung, übst du sie aus. Läuft sie gegen dich, lässt du sie verfallen. Dein maximaler Verlust ist auf die gezahlte Prämie begrenzt.
Optionsscheine funktionieren ähnlich, werden aber von Banken als verbriefte Wertpapiere herausgegeben und sind damit auch über klassische Broker handelbar. Im Krypto-Bereich bieten unterschiedliche Plattformen Optionen auf Bitcoin und Ethereum an.
Ein CFD, also ein Differenzkontrakt, ist ein außerbörslicher Vertrag zwischen dir und dem Broker. Du vereinbarst, bei Schließung der Position die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs auszutauschen. Ein CFD bildet also lediglich die Preisbewegung des Basiswerts nach, ohne dass du diesen jemals besitzt oder lieferst.
CFDs sind in der EU für Privatanleger aufgrund ihres Risikos stark reguliert. Die ESMA begrenzt den maximal erlaubten Hebel, je nach Basiswert unterschiedlich. Bei Kryptowährungen liegt die Hebelgrenze für Privatanleger bei 2:1. In anderen Jurisdiktionen können die Grenzen abweichen.
Was CFDs genau sind und wie sie sich von anderen Derivaten unterscheiden, erfährst du in unserem Academy-Beitrag: CFDs einfach erklärt
Zertifikate sind von Banken herausgegebene Schuldverschreibungen, deren Wertentwicklung an einen Basiswert gekoppelt ist. Sie zählen ebenfalls zu den Derivaten und sind speziell auf Privatanleger zugeschnitten, die über klassische Brokerdepots auf Basiswerte wie Kryptowährungen setzen möchten, ohne eine Krypto-Börse zu nutzen. Zu beachten ist das Emittentenrisiko. Geht die herausgebende Bank pleite, kann es zum Totalverlust kommen.
Ein Swap ist ein außerbörslicher Vertrag, bei dem zwei Parteien vereinbaren, zukünftige Zahlungsströme zu tauschen. Der bekannteste Typ ist der Zinsswap, bei dem feste gegen variable Zinszahlungen getauscht werden. Im Krypto-Bereich spielen klassische Swaps eine untergeordnete Rolle.
Mehr zum Thema Swaps liest du in unserem Academy-Beitrag: Was ist ein Swap
Perpetual Swaps, auf Deutsch auch unbefristete Kontrakte genannt, sind das wohl wichtigste und volumenstärkste Derivat im Krypto-Bereich. Sie funktionieren wie Futures, haben aber kein Ablaufdatum. Du kannst eine Position theoretisch unbegrenzt offen halten.
Damit der Kurs des Perpetual Swaps nicht dauerhaft vom Spot-Kurs des Basiswerts abweicht, gibt es den sogenannten Funding-Rate-Mechanismus. Alle acht Stunden zahlen Long-Positionen an Short-Positionen oder umgekehrt, je nachdem, ob der Kontrakt über oder unter dem Spot-Kurs notiert. Diese Gebühr hält Futures und Spot-Preis nahe beieinander.
Wie Perpetual Swaps im Detail funktionieren, erklären wir in unserem Academy-Beitrag: Perpetual Swaps
Grundsätzlich lässt sich auf fast jeden liquiden Basiswert ein Derivat konstruieren. In der Praxis dominieren folgende Kategorien.
Aktien und Aktienindizes sind die traditionelle Heimat von Derivaten. Optionen auf DAX-Titel und Futures auf den S&P 500 werden täglich in astronomischen Volumina gehandelt. Rohstoffe wie Rohöl, Gold, Erdgas und Agrarrohstoffe wurden von den Ursprüngen der Termingeschäfte an verwendet. Devisen oder Forex-Derivate sichern Währungsrisiken im globalen Handel ab. Zinssätze und Anleihen bilden die Grundlage für Zinsswaps und Bond-Futures. Und Kryptowährungen sind die jüngste und am stärksten wachsende Basiswert-Klasse. Bitcoin und Ethereum dominieren, aber auf führenden Krypto-Derivatebörsen findest du inzwischen Derivate auf Dutzende von Altcoins.
Standardisierte Derivate wie Futures und börsennotierte Optionen werden an spezialisierten Terminbörsen gehandelt. Die bekanntesten sind die Eurex in Frankfurt, wo vor allem europäische Aktien- und Zinsderivate gehandelt werden, sowie die CME Group in Chicago mit Rohstoffen, Aktienindizes und Bitcoin-Futures. Der Handel läuft über eine zentrale Gegenpartei (Central Counterparty, CCP), die das Kontrahentenrisiko absichert.
OTC steht für „Over the Counter" und bezeichnet den direkten Handel zwischen zwei Parteien ohne Börsenvermittlung. Swaps und viele strukturierte Produkte werden so abgewickelt. Der Vorteil liegt in der Flexibilität, da Kontraktbedingungen frei verhandelt werden können. Der Nachteil ist das höhere Kontrahentenrisiko, da keine zentrale Clearing-Stelle eingebunden ist.
Im Krypto-Bereich gibt es eine eigene Infrastruktur für den Derivatehandel. Die hier vorgestellten Plattformen ermöglichen den Handel mit Perpetual Swaps, Futures und Optionen direkt auf Kryptowährungen. Dabei gibt es wichtige Unterschiede. Manche Plattformen sind reguliert und für EU-Nutzer offiziell zugänglich, andere operieren in einer regulatorischen Grauzone.
Krypto-Derivate funktionieren nach denselben Grundprinzipien wie klassische Finanzderivate. Sie weisen aber einige Besonderheiten auf, die du kennen solltest, bevor du damit handelst.
Das Handelsvolumen mit Krypto-Derivaten hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und übersteigt an den großen Börsen das Spot-Handelsvolumen regelmäßig deutlich. Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens erlauben Krypto-Derivate sehr hohe Hebel, teils bis zu 100x auf spezialisierten Plattformen, was mit entsprechend hohem Risiko verbunden ist. Zweitens sind die Märkte rund um die Uhr geöffnet, was tägliche Preisbewegungen von zehn oder mehr Prozent möglich macht, also Chancen, die klassische Finanzmärkte selten bieten. Drittens ermöglichen Derivate das Setzen auf fallende Kurse, also sogenannte Short-Positionen, was gerade in den stark schwankenden Krypto-Märkten für aktive Trader attraktiv ist.
Bitcoin ist mit Abstand der liquideste Basiswert im Krypto-Derivatehandel. Neben den klassischen Krypto-Börsen kannst du Bitcoin-Futures inzwischen auch an der Chicago Mercantile Exchange (CME) handeln, wo vor allem institutionelle Investoren aktiv sind. Auch regulierte Bitcoin-ETF-Optionen sind in den USA inzwischen verfügbar. Ethereum-Derivate folgen als Nummer zwei, mit deutlich geringerem Volumen, aber hoher Liquidität auf den großen Krypto-Plattformen.
Wie bereits erklärt, sind Perpetual Swaps die dominante Derivate-Form im Krypto-Bereich. Da es kein Ablaufdatum gibt, entfällt die Rollover-Problematik klassischer Futures. Der Mechanismus der Funding Rate sorgt dafür, dass der Kontrakt nicht dauerhaft vom Spot-Preis abweicht. Halte als Trader die Funding Rate unbedingt im Blick, denn bei extremen Marktsituationen kann sie spürbare Kosten verursachen oder, wenn du auf der richtigen Seite bist, zusätzliche Einnahmen generieren.
Krypto-Optionen ermöglichen es dir, auf steigende (Call) oder fallende (Put) Kurse zu setzen, mit einem klar definierten maximalen Verlust in Höhe der gezahlten Prämie. Krypto-Optionen eignen sich besonders gut, um gezielte Strategien rund um bekannte Ereignisse wie das Bitcoin-Halving umzusetzen.
Wenn du als EU-Anleger Krypto-Derivate über einen regulierten Broker handeln möchtest, ohne dich bei einer Krypto-Börse anzumelden, sind CFDs eine Option. Viele etablierte Broker bieten Krypto-CFDs an. Der maximale Hebel für Kryptowährungen ist durch die ESMA auf 2:1 begrenzt. Du profitierst von einer regulierten Umgebung und einer einfachen Kontoeröffnung, trägst aber das Kontrahentenrisiko gegenüber dem Broker.
Beim Spot-Handel kaufst du eine Kryptowährung und besitzt sie danach tatsächlich. Du trägst das volle Kursrisiko, kannst die Coins aber auch in eine Krypto-Wallet
Ein kurzer Überblick der wichtigsten Unterschiede:
Besitz des Basiswerts: Spot: ja / Derivate: nein
Short-Positionen möglich: Spot: nein (außer Leerverkauf) / Derivate: ja
Hebel: Spot: nein / Derivate: ja, je nach Plattform und Regulierung
Risiko: Spot: maximal 100 % des eingesetzten Kapitals / Derivate: bis zum Totalverlust der Margin, ggf. Nachschusspflicht
Geeignet für: Spot: langfristiger Aufbau / Derivate: Daytrading, Hedging
Alles zum Thema Daytrading liest du in unserem Academy-Beitrag: Daytrading
Derivate gehören zu den risikoreichsten Finanzprodukten, die Privatanlegern zugänglich sind. Die folgenden Risiken solltest du kennen und einschätzen können, bevor du anfängst.
Beim gehebelten Derivatehandel kann dein gesamtes eingesetztes Kapital verloren gehen. Bei manchen Produkten und Plattformen ist es sogar möglich, mehr zu verlieren, als du ursprünglich eingesetzt hast, wenn eine Nachschusspflicht besteht. EU-regulierte CFD-Broker sind seit der ESMA-Regulierung verpflichtet, Privatanleger vor negativen Kontosalden zu schützen. An Krypto-Derivatebörsen außerhalb der EU kann das anders aussehen.
Wenn du mit Hebel handelst, musst du eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin, auf dem Konto halten. Bewegt sich der Markt gegen deine Position und fällt dein Kontoguthaben unter die Mindest-Margin, kommt es zur Liquidation. Die Plattform schließt deine Position dann automatisch, um größere Verluste zu verhindern. Achte daher immer auf dein Margin-Level und nutze Stop-Loss-Orders als Absicherung.
Mehr zu unterschiedlichen Orders erfährst du in unserem Academy-Artikel: Ordertypen!
Beim OTC-Handel und beim Handel an unregulierten Krypto-Börsen trägst du das Risiko, dass die Gegenpartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Prominente Beispiele wie der FTX-Zusammenbruch haben gezeigt, wie real dieses Risiko ist. Wähle deshalb Plattformen mit nachgewiesener Solvenz, reguliertem Status oder zumindest transparenten Reserve-Nachweisen (Proof of Reserves).
Die regulatorische Lage für Krypto-Derivate ist weltweit uneinheitlich und ändert sich laufend. In der EU regelt die MiCA-Verordnung zunehmend den Krypto-Markt. Informiere dich vor dem ersten Trade, ob die von dir gewählte Plattform in deinem Land legal verfügbar ist.
Die steuerliche Behandlung von Krypto-Derivaten ist komplex und unterscheidet sich von der Besteuerung von Krypto-Spot-Transaktionen. Gewinne aus Derivaten werden in Deutschland in der Regel als Kapitalerträge mit dem Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag besteuert, unabhängig von der Haltedauer. Eine steuerfreie Veräußerung nach einem Jahr, wie sie bei Krypto-Spot-Gewinnen derzeit möglich ist, greift bei Derivaten nicht. In Österreich und der Schweiz gelten abweichende Regelungen.
Da sich die Rechtslage in diesem Bereich immer wieder ändert und die individuelle Situation stark variieren kann, empfehlen wir, einen Steuerberater mit Krypto-Erfahrung hinzuzuziehen. Als erster Anhaltspunkt hilft unser Vergleich der besten Krypto-Steuersoftware
Derivate sind Finanzinstrumente, deren Wert sich von einem Basiswert wie Aktien, Rohstoffen, Devisen oder Kryptowährungen ableitet. Du schließt einen Vertrag auf die zukünftige Preisentwicklung dieses Basiswerts ab, ohne ihn direkt zu kaufen. Zu den bekanntesten Derivaten zählen Futures, Optionen, CFDs, Swaps und Zertifikate.
Der Begriff kommt vom lateinischen derivare, was „ableiten" bedeutet. Ein Derivat leitet seinen Wert also von einem anderen Finanzprodukt ab, dem Basiswert. Der eigene Wert des Derivats ist damit nicht originär, sondern abgeleitet, also abhängig vom Kurs des Basiswerts.
Ein Derivat ist im Kern eine Wette auf die Preisentwicklung eines Basiswerts. Du und eine Gegenpartei einigt euch auf einen Startpreis und einen Zeitraum. Entwickelt sich der Kurs in deine Richtung, bekommst du Geld. Entwickelt er sich gegen dich, zahlst du. Bei Futures sind beide Seiten zur Erfüllung verpflichtet. Bei Optionen hat der Käufer die Wahl, ob er den Vertrag am Ende einlöst oder nicht.
Stell dir vor, Bitcoin steht heute bei 90.000 Euro. Du glaubst, der Kurs steigt. Du kaufst einen Bitcoin-Future mit einer Laufzeit von einem Monat zum aktuellen Kurs. Einen Monat später steht Bitcoin bei 100.000 Euro. Du hast das Recht, Bitcoin für 90.000 Euro zu kaufen und kannst sie sofort für 100.000 Euro verkaufen. Das ergibt einen Gewinn von 10.000 Euro. Steht Bitcoin hingegen nur noch bei 80.000 Euro, hast du einen Verlust von 10.000 Euro, denn du bist zur Abnahme verpflichtet.
Bitcoin Derivate sind Finanzkontrakte, die den Bitcoin-Kurs als Basiswert nutzen. Du spekulierst auf steigende oder fallende BTC-Preise, ohne Bitcoin direkt zu kaufen oder zu besitzen. Die bekanntesten Formen sind Bitcoin-Futures, Perpetual Swaps, Optionen und CFDs. Bitcoin-Futures werden unter anderem an der CME in Chicago und auf großen Krypto-Börsen gehandelt.
So könntest du loslegen: Wähle zuerst einen geeigneten Anbieter aus unserem Vergleich. Eröffne ein Konto und schließe die Verifizierung ab. Mache dich mit der Handelsplattform vertraut, am besten im Demomodus, falls verfügbar. Starte mit kleinen Positionen und einem niedrigen Hebel, bis du ein Gefühl für die Risiken entwickelt hast. Setze immer Stop-Loss-Orders, um dein Verlustrisiko zu begrenzen.
Diese Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar.
Der wichtigste Unterschied liegt in der Pflicht zur Erfüllung: Bei einem Future sind beide Seiten verpflichtet, den Vertrag zum vereinbarten Preis und Datum zu erfüllen oder glattzustellen. Bei einer Option hat nur der Verkäufer eine Pflicht, der Käufer hat ein Recht, das er ausüben oder verfallen lassen kann. Dafür zahlt der Käufer einer Option eine Prämie. Futures haben damit ein theoretisch unbegrenztes Verlustrisiko auf beiden Seiten, während der Verlust des Options-Käufers auf die Prämie begrenzt ist.
Für Einsteiger empfehlen sich grundsätzlich Produkte mit begrenztem Verlustrisiko und ohne Nachschusspflicht. CFDs bei regulierten EU-Brokern mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Schutz vor negativem Saldo und niedrigem Hebel sind ein möglicher Einstieg. Wer direkt auf einer Krypto-Börse handeln möchte, sollte mit sehr kleinen Positionen, niedrigem Hebel (maximal 3x bis 5x) und striktem Stop-Loss beginnen. Hochgehebelte Perpetual Swaps sind nichts für Anfänger.
Der Basiswert, auch Underlying oder Underlying Asset genannt, ist das Finanzprodukt, auf das sich ein Derivat bezieht. Der Wert des Derivats hängt direkt von der Kurs- oder Preisentwicklung dieses Basiswerts ab. Mögliche Basiswerte sind Aktien, Aktienindizes, Rohstoffe, Devisen, Zinssätze und Kryptowährungen.
Der Hebel (Leverage) gibt an, um welchen Faktor deine Handelsposition dein tatsächlich eingesetztes Kapital übersteigt. Mit einem Hebel von 10:1 kontrollierst du mit 100 Euro eine Position im Wert von 1.000 Euro. Gewinne und Verluste werden entsprechend vervielfacht. Ein 10-prozentiger Kursanstieg bringt dir 100 Prozent Gewinn auf deinen Einsatz, ein 10-prozentiger Kursrückgang bedeutet den vollständigen Verlust deiner Margin. Je höher der Hebel, desto schneller kann eine Position liquidiert werden.