Die jüngsten Kursbewegungen bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen korrelierten laut Ali Martinez mit ungewöhnlichen On-Chain-Aktivitäten. Dabei bezieht sich der populäre Trader insbesondere auf die Erholungsbewegung vom Dienstag: “Der Bitcoin-Kurs stieg von rund 81.200 US-Dollar auf einen Höchststand von 83.407 US-Dollar. Gleichzeitig stiegen die Zuflüsse an die Börsen von etwa 7.682 auf 25.124 BTC”, schreibt Martinez in einem X-Post. Das werfe die Frage auf, ob es die großen Akteure seien, die diese plötzlichen Erholungen im Hintergrund vorantreiben – und dann womöglich auch wieder beenden.
Beim Ripple-Coin sei die Entwicklung zuletzt vergleichbar mit der von Bitcoin gewesen: “Ähnliches konnten wir bei XRP beobachten. Als der Kurs nahe der entscheidenden Unterstützungsmarke von 1,25 US-Dollar notierte, stieg das Transaktionsvolumen im XRP-Ledger von rund 215,87 Millionen auf 49,17 Milliarden.” Kurz nach der Zunahme der Handelsaktivität erholte sich der XRP-Kurs um etwa 5,10 Prozent und stieg von rund 1,25 US-Dollar auf 1,32 US-Dollar. Und auch Cardano zeigte laut Martinez ein ähnliches Muster: “Die Anzahl der Wal-Transaktionen im Wert von über 1 Million US-Dollar stieg von rund 24 auf 51. Dieser Zuwachs fiel mit einem Kursanstieg von 5,51 Prozent zusammen”.
Institutionelle Anleger und ihr Einfluss
Obwohl er sie zunächst in den Raum wirft, stimmt der Krypto-Trader der These des manipulierten Bitcoin-Preises aber nicht eindeutig zu. Relativ vorsichtig erklärt er, dass große Akteure “möglicherweise die kurzfristige Kursentwicklung beeinflussen”, und ein Teil dieser Aktivitäten sei in der Blockchain sichtbar. Schon in den vergangenen Jahren wurden plötzliche Bitcoin-Kursbewegungen gen Norden oder gen Süden von Manipulationsvorwürfen begleitet.
Häufig ist es im Krypto-Sektor ein schmaler Grat zwischen dem, was noch erlaubt ist, und dem, was tatsächlich schon illegal ist. Wer Milliardensummen bewegt, hat letztlich schlichtweg andere Möglichkeiten als einfache Privatanleger – ganz gleich, ob am Aktien- oder am Krypto-Markt. Warum das Thema bereits Ende September hochkochte, erfahrt ihr in diesem Artikel: “Bitcoin wird manipuliert“.

