Abstimmung fällt eindeutig aus 

Quanten-Alarm: Starknet will weg von Ethereum

Starknet möchte sich von Ethereum abkoppeln und zur eigenen Layer-1 werden. Die Community stimmte nun dafür, beschlossen ist aber noch nichts.

Markus Maier
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Nahaufnahme eines Quantencomputers.

Beitragsbild: Shutterstock

| Starknet möchte sich von Ethereum unabhängiger machen

Quantencomputer werden immer wieder als eine der größten langfristigen Gefahren für Kryptowährungen beschrieben und bei Bitcoin ist die Zukunft im Quantenzeitalter noch nicht eindeutig. Starknet hingegen, ein Layer-2-Netzwerk auf Ethereum, stößt jetzt erste Maßnahmen Richtung Quantensicherheit an.

In einer Snapshot-Abstimmung auf dem Governance-Portal von Starknet stimmten 93,52 Prozent des Stimmgewichts dafür, einen Wechsel weg von einer Ethereum-Layer-2 zu einer eigenständigen, quantensicheren Layer 1 zu erforschen. Rund 3.200 Stimmen mit insgesamt knapp 490 Millionen STRK wurden abgegeben.

Die Abstimmung war unverbindlich, wobei ein “Ja” nur für die Zustimmung zu weiterer Forschung stand. Für einen tatsächlichen Wechsel braucht es laut der Starknet Foundation einen eigenen Governance-Prozess. Hierfür gibt es derzeit noch keinen Zeitplan. Fest steht zur Zeit schon, dass STRK der Token des Netzwerks bleibt, und die Bridges zu Ethereum offen gehalten werden sollen.

Hintergrund für die Abstimmung ist Starknets Abhängigkeit von Ethereum. Das Kernprotokoll des Netzwerks gilt dank hashbasierter STARK-Beweise bereits als quantensicher. Da Bridge und Datenverfügbarkeit aber über Ethereum laufen, das erst bis 2029 vollständig quantensicher werden will, ist Starknet insgesamt nur so sicher wie Ethereum selbst.

Quantensicherheit für Bitcoin

Bei Bitcoin sieht Eli Ben-Sasson, der CEO von StarkWare, Handlungsbedarf. StarkWare ist das Unternehmen, das Starknet entwickelt hat. Auf X schreibt er, Bitcoin müsse sich auf den sogenannten Q-Day, also auf den Tag an dem Quantencomputer heutige Verschlüsselungstechnologien knacken können, vorbereiten und Lösungen finden.

Wie real die Gefahr für Bitcoin derzeit ist und wie viel Zeit bis zum Q-Day bleibt, sowie Informationen darüber, wie sich Unternehmen Quanten-fit machen können, erklärt der Quantenphysiker Markus Pflitsch im Interview mit BTC-ECHO.

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