Aus Super League wird bald „Superplanet“: Die Aktionäre des US-Unternehmens haben dem Einstieg von Metaplanet grünes Licht gegeben. Wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, stimmten die Aktionäre auf der jüngsten Hauptversammlung sämtlichen Anträgen zu. Dazu zählten die Ausgabe neuer Anteile an den japanischen Bitcoin-Investor und die offizielle Umbenennung des Unternehmens.
Metaplanet bringt bei Vollzug 2.100 Bitcoin und 2,5 Millionen US-Dollar in bar ein. Beim aktuellen Bitcoin-Kurs entspricht der Bitcoin-Anteil rund 172 Millionen US-Dollar. Im Gegenzug erhält das Unternehmen 44,86 Millionen Stammaktien und hält damit etwa 93,7 Prozent der Anteile. Zum Vergleich: Super League hatte Ende September nur rund drei Millionen Aktien im Umlauf.
Die Kontrolle läuft über eine Sonderaktie
Absichern will sich Metaplanet über ein eher ungewöhnliches Finanzinstrument. Neben den Stammaktien erhält das Unternehmen 100 Stück einer Vorzugsaktie mit dem Namen Strategic Alliance Preferred Stock. Anders als üblich zahlt dieses Papier keine Dividende und bringt im Fall einer Auflösung auch keine Vorrechte. Finanziell ist es also wertlos, dafür sichert es die Kontrolle: Ohne Metaplanets Zustimmung lässt sich die Satzung nicht ändern, keine Fusion durchführen und das Unternehmen nicht an jemand anderen verkaufen.
Für den Fall, dass es finanziell eng wird, haben die Japaner ebenfalls vorgesorgt. 24 Monate lang kann das Unternehmen bis zu 210 Millionen US-Dollar an nachrangigem Kapital nachschießen, verzinst mit dem Referenzsatz SOFR plus vier Prozentpunkte. Bedient würde dieses Kapital allerdings erst nach allen anderen Vorzugsaktien.

