Marktupdate 

Bitcoin die 81.000 US-Dollar-Marke trotz Abflüssen und Ölschock

Einbrechende Tech-Werte, ein Ölpreis auf Fünfmonatshoch und deutliche Abflüsse aus den ETFs. Gestern lief so ziemlich alles gegen den Markt, doch Bitcoin hält dagegen.

Ludwig Schlick
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Eine Nahaufnahme einer Bitcoin-Münze auf rotem Hintergrund, die das ikonische Bitcoin-Logo und komplizierte, kreislaufähnliche Designdetails hervorhebt.

Beitragsbild: Shutterstock

| Zweifel am KI-Handel und steigende Ölpreise belasten die Märkte

Wer gestern Abend auf die US-Aktienmärkte geschaut hat, dürfte heute Morgen mit Schlimmerem gerechnet haben. Der Nasdaq verlor knapp 2,6 Prozent und damit so viel wie seit Juni nicht mehr, der S&P 500 gab 1,21 Prozent nach. Parallel schoss auch der Ölpreis auf ein Fünfmonatshoch, und aus den Bitcoin-ETFs flossen 638 Millionen US-Dollar ab, denen nur zwei Millionen an Zuflüssen gegenüberstanden.

Trotz dieser negativen Ereignisse, schaffte es Bitcoin die Unterstützungszone um 81.000 US-Dollar zu verteidigen. Am Freitagmorgen notiert der Bitcoin-Kurs bei rund 81.500 US-Dollar. Je länger dieser Bereich hält, desto klarer dient sie als Orientierungspunkt auf dem Chart, nach unten wie nach oben.

Bekommt die KI-Blase Risse?

Ausgelöst wurde der Abverkauf an der Wall Street von Quartalszahlen, die weniger das Geschäft als die Ausgabenpläne in den Blick rückten. Meta verlor knapp sieben Prozent, nachdem der Konzern seine Investitionen in KI-Infrastruktur erneut nach oben korrigiert hatte. Tesla gab gut drei Prozent nach, obwohl die Zahlen über den Erwartungen lagen. Hier störte die Kürzung des Investitionsbudgets von 25 auf rund 20 Milliarden US-Dollar sowie ein abgesenktes Absatzziel für 2030. Höhere Ausgaben werten Anleger inzwischen als Beleg dafür, dass sich die KI-Investitionen noch immer nicht auszahlen, niedrigere als Eingeständnis schwindender Zuversicht.

Am stärksten traf es Zulieferer von Halbleitern. Der SOX-Index brach um über sechs Prozent ein, der größte Tagesverlust, ebenfalls seit Juni. Lam Research verlor sogar 11,8 Prozent. Vom Rekordhoch im Juni ist der Index damit mehr als 26 Prozent entfernt, liegt auf Jahressicht aber weiterhin gut 52 Prozent im Plus.

Asien folgte über Nacht. Der südkoreanische Kospi verlor 2,42 Prozent, der japanische Nikkei 2,1 Prozent. Einzig der Dow Jones schloss gestern mit einem Mini-Plus von 0,02 Prozent, getragen von defensiven Werten.

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