US-Regulierung 

Bybit will Robinhood angreifen: Krypto-Börse plant Expansion in die USA

Bis zu drei Jahre könnte es dauern, bis eine Krypto-Börse in allen US-Bundesstaaten zugelassen ist. Warum hat Bybit es nicht eilig?

Jan-Malte Minnerup
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Beitragsbild: Shutterstock

| Der US-Markt gilt für Krypto-Börsen als besonders lukrativ, aber auch als schwer zugänglich

Weltweit sind mehr als 80 Millionen Nutzer auf der Krypto-Börse Bybit registriert, aber bislang verfügt das Unternehmen über kein Geschäft auf dem größten Finanzmarkt der Welt. Das soll sich nun ändern, weshalb die Börse nach Angaben des CEO Ben Zhou aktuell einen etablierten US-Finanzdienstleister sucht, der ihnen den Markteintritt erleichtert.

Bybit sucht Partner für den US-Markt

Dahinter steckt eine wirtschaftliche Überlegung. Wer als Krypto-Börse eigenständig in den USA Fuß fassen möchte, muss zahlreiche regulatorische Anforderungen erfüllen. Vor allem die unterschiedlichen Lizenzverfahren der einzelnen Bundesstaaten machen den Markteintritt aufwendig. Da dieser Prozess nach Einschätzung des Bybit-Chefs zwei bis drei Jahre dauern könnte, will Zhou zunächst abwarten, wie sich die amerikanische Krypto-Regulierung entwickelt. Sollte der geplante CLARITY Act verabschiedet werden und künftig einheitlichere Aufsicht ermöglichen, könnte sich der Aufwand deutlich reduzieren. Eine konkrete Partnerschaft oder einen Termin für den US-Start hat Bybit bislang aber noch nicht angekündigt.

Robinhood und Coinbase bekommen neue Konkurrenz

Bybit verfolgt dabei eine ähnliche Strategie wie die in den USA schon länger agierende Börse Robinhood, welche über den klassischen Aktienhandel hinaus auch Krypto-Derivate und tokenisierte Aktien zum Handel anbietet. In Europa plant Bybit bereits für das erste Quartal 2027 eine All-in-One-App, über die Nutzer abgesehen von Kryptowährungen auch traditionelle Finanzprodukte und tokenisierte Wertpapiere handeln können. Auf diese Weise möchte das Unternehmen sein Geschäftsfeld künftig über ihr Dasein als reine Krypto-Börse hinaus erweitern. Wie schnell die Expansionspläne vorangetrieben werden, hängt aber auch stark an der weiteren Entwicklung des CLARITY Acts ab.

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