Kurs-Update 

Monero im Höhenflug: Greift XMR jetzt sein Allzeithoch an?

Millionen aus illegalen Quellen flossen über einen Tauschdienst in Monero. Beweist das die Stärke der Technologie?

Jan-Malte Minnerup
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Ein verpixeltes 3D-Rendering des Logos der Kryptowährung Monero, inspiriert vom XMR-Kurs, umgeben von einem leuchtenden Ring und abstrakten digitalen Blöcken in Orange-, Gelb- und Schwarztönen.

Beitragsbild: Shutterstock

| Monero gilt als einer der bekanntesten Privacy Coins am Krypto-Mark

Neue Untersuchungen des bekannten Blockchain-Ermittlers ZachXBT sorgen derzeit für Aufsehen und lassen den Privacy Coin Monero zeitweise um mehr als zehn Prozent in die Höhe schießen. Demnach sollen mehr als 20 Millionen US-Dollar aus Hackerangriffen und anderen kriminellen Aktivitäten über den Monero-Tauschdienst FreedomXMR geflossen sein. Mehr als 87 Prozent der untersuchten Zuflüsse standen laut ZachXBT mit mutmaßlich illegalen Aktivitäten in Verbindung. Der Fall verdeutlichte, wie schwierig die Nachverfolgung von Geldern nach einem Wechsel auf die Monero-Blockchain werden kann, womit die Chain ihre Funktionalität in der Praxis unter Beweis gestellt hat. Er wirft aber auch die Frage nach möglichem Missbrauch der Technologie in den Raum. Wie weit die aktuelle XMR-Kursrallye noch gehen kann, entscheidet sich jetzt an diesen Kursmarken:

XMR in der technischen Analyse

Monero hat sich im 4-Stunden-Chart deutlich erholt. Nach tagelanger Konsolidierung zwischen 570 und 610 US-Dollar und einem Rücksetzer auf 570,90 US-Dollar sprang XMR über die mittlere Bollinger-Bande und brach über 620 US-Dollar aus. Beim Test des oberen Bands bei 627 US-Dollar entstand ein Kaufsignal, das auf wiedererwachtes Kaufinteresse hindeutet. Aktuell notiert XMR bei 612,35 US-Dollar. Die laufende Kerze reicht von 606,10 bis 627,07 US-Dollar, der niedrigere Schlusskurs spricht für Gewinnmitnahmen nach dem schnellen Anstieg.

Die Indikatoren zeichnen ein überwiegend konstruktives Bild. Der RSI liegt bei knapp 57 Punkten, bis zur überkauften Zone ab 70 ist noch Platz. XMR handelt deutlich über dem EMA20 (596,55 US-Dollar) und dem EMA50 (576,26 US-Dollar), die Aufwärtsstruktur ist damit intakt. Das Bollinger-Band (oben 627, Mitte 599, unten 571 US-Dollar) weitet sich moderat aus, der Kurs bewegt sich im oberen Drittel. Der nächste Widerstand liegt bei 634,37 US-Dollar, Unterstützung bieten EMA20 und mittlere Bollinger-Linie im Bereich von 596 bis 599 US-Dollar.

Kurzfristige XMR-Kursprognose

Technisch spricht derzeit mehr für eine Fortsetzung der Rally als dagegen: Der Aufwärtstrend ist intakt, die gleitenden Durchschnitte stützen, und der RSI hat noch Luft nach oben. Entscheidend ist die Reaktion an der Widerstandszone bei 634 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte die Bewegung beschleunigen. Rücksetzer finden zunächst Halt in der Zone um 595 bis 600 US-Dollar, in der EMA20 und mittlere Bollinger-Linie zusammenfallen. Wegen der hohen Volatilität ist ein striktes Risikomanagement mit klar definierten Stop-Loss-Marken ratsam.

Neutrales Szenario

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent bleibt eine Seitwärtsbewegung zwischen rund 620 und 634 US-Dollar das wahrscheinlichste Szenario für Monero. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Kurs oberhalb von 610 US-Dollar stabilisiert und der EMA-20 bei rund 597 US-Dollar als Unterstützung respektiert wird. Ein RSI, der sich über 55 hält, stützt derzeit das Bild einer anhaltenden Konsolidierung. Nach oben begrenzen das obere Bollinger-Band bei 627 US-Dollar und der Widerstand bei rund 634 US-Dollar die Spanne. Fällt der Kurs hingegen unter 590 US-Dollar, wäre das Seitwärtsszenario hinfällig.

Bullisches Szenario

Das bullische Szenario erhält eine Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent und setzt einen nachhaltigen Ausbruch über den Widerstand bei rund 634 US-Dollar voraus. Gelingt XMR dieser Schritt bei steigendem Handelsvolumen, schließt der Kurs zudem über dem oberen Bollinger-Band bei 627 US-Dollar und steigt der RSI ohne Divergenz über 60, wäre der Weg zunächst in Richtung der psychologischen Marke von 650 US-Dollar frei. Setzt sich der Aufwärtstrend entlang der Fibonacci-Struktur fort, könnte der Kurs im weiteren Verlauf bis auf 670 US-Dollar steigen. Fällt der Kurs dagegen unter 595 US-Dollar, wäre das bullische Szenario vorerst vom Tisch.

Bärisches Sezenario

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent bleibt eine stärkere Korrektur derzeit das am wenigsten wahrscheinliche Szenario. Kritisch würde es, wenn Monero unter den EMA-20 bei rund 597 US-Dollar fällt und unter der mittleren Bollinger-Linie bei etwa 599 US-Dollar schließt, während der RSI mit negativem Momentum unter 50 rutscht. Geht damit die Aufwärtsstruktur verloren, könnte sich der Verkaufsdruck verstärken und den Kurs in Richtung des EMA-50 bei rund 576 US-Dollar drücken. Darunter liegen das untere Bollinger-Band bei etwa 571 US-Dollar und das jüngste Tief bei 570 US-Dollar als letzte Unterstützungen. Ein Anstieg über 635 US-Dollar würde das bärische Szenario dagegen entkräften.

Disclaimer: Die charttechnischen Informationen wurden mit Hilfe von Softwaretools und KI-Systemen erstellt. Es handelt sich hierbei nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.

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