Zurück in freundliche Gefilde: Südkorea lockert den Griff

Zurück in freundliche Gefilde: Südkorea lockert den Griff

Südkorea lockert seinen Griff, was die Regulierung von Kryptowährungen angeht. Nach langem Hin und Her will man sich nun an den gemutmaßten Beschlüssen des anstehenden G20-Gipfels orientieren. Demnach wolle man Kryptowährungen künftig als Asset einstufen. Ein Land, das nicht so recht weiß, wie man mit Kryptowährungen umgehen soll.

Südkorea und Regulierung sind ein Thema, das immer wieder durch die Kryptowelt geistert. Mal denkt die Regierung über ein Komplettverbot nach. Dann reicht das Volk einen Antrag ein und stellt die Regierung unter Zugzwang. Kurz danach entschließt sich die Regierung zu einer Regelung zum Thema Identität, nach der es Nutzern nur noch möglich war, sich mit Klarnamen bei den Börsen anzumelden.

Orientierung an G20-Nationen

Und nun rudern die Regulatoren im Land offenbar wieder ein Stück zurück. Wie die Korean Times berichtet, wolle man vor allem den Status von Kryptowährungen überdenken. Aufgrund ihrer spekulativen Komponente gelten Kryptowährungen in Südkorea momentan noch als nicht-finanzielle Assets. Hier wolle man sich vor allem am im Juli anstehenden G20-Gipfel orientieren. Hier sei eine Kategorisierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Asset-Klasse wahrscheinlich. Dieser Einordnung wolle man sich in Südkorea anschließen:

„Es ist so gut wie sicher, dass Kryptowährungen als Assets klassifiziert werden. Die Hauptfrage wird sich darum drehen, wie man sie vernünftig unter dem Handlungsrahmen der G20-Nationen reguliert. Im Hinblick auf die momentane Herangehensweise ist das nicht gut, aber wir werden versuchen, die Dinge zu verbessern“,

lautet ein Statement der koreanischen Finanzaufsicht gegenüber Korean Times.

Ferner stehe die Steuerbehörde mit dem Finanzministerium in Kontakt, um verwertbare Daten zu sammeln. Auf Basis dieser Daten wolle man dann eine Lösung zur Besteuerung finden. Momentan gibt es nämlich noch keine Steuer, die man auf Gewinne aus Kryptowährungen zahlen muss.

ICOs bleiben nach dem derzeitigen Kenntnisstand jedoch nach wie vor verboten – eine Änderung der Richtlinien plant die Regierung hier offenbar noch nicht.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er sammelte während des Studiums mehrjährige Redaktionserfahrung und war danach als freiberuflicher Journalist tätig, bevor er im Januar 2018 begann, als Redakteur bei BTC-ECHO zu arbeiten. Phillip hat einen Master in Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften, für den er an der Uni Konstanz und an der Universidad de Valparaíso studierte.

Ähnliche Artikel

Ethereum-Mining: Die umweltschonende Variante aus Island

Es ist so simpel wie genial: Eine Mathelehrerin aus Island nutzt überschüssige Energie von Farmern zum Ethereum-Mining. Die Isländerin Hannesdóttir kauft den Landwirten ihren überschüssigen Strom ab und betreibt damit Mining-Anlagen, meist sogar in den Räumen der Bauern selbst. Die Mining-Rigs wiederum heizen die Gebäude auf, wodurch die Landwirte Heizkosten sparen. Es ist eine Win-Win-Win-Situation. […]

Tether Limited: Macht sich das Unternehmen aus dem Staub?

Tether Limited, das Unternehmen hinter dem Stable Coin USDT scheint sich langsam aufzulösen – zumindest sprechen dafür einige Bewegungen auf ihrem Konto. Um zu verstehen, was da gerade passiert, muss man zwei Dinge verstehen: das Omni-Protokoll und Arbitrage. Über den (vermeintlichen) Stable Coin Tether wurde in letzter Zeit häufig debattiert. Die aktuellste Vermutung: Das Unternehmen […]

Trade.io: TIO im Wert von 7,8 Millionen US-Dollar aus Cold Storage entwendet

Die Plattform Trade.io registrierte am vergangenen Sonntag, dem 21. Oktober, ungewöhnliche Kontobewegungen auf ihrer Firmen-Wallet. Nach kurzer Zeit ist klar: Die Schweizer Firma ist Opfer eines Hacks geworden. Unbekannte entwendeten dabei 50 Millionen Einheiten des ERC-20-Token TIO. Das entspricht einem Fiatgegenwert von etwa 7,8 Millionen US-Dollar. Krypto-Börsen sind nicht vor Hacks gefeit. Diese Erkenntnis ist […]

Brian Kelly: Bitcoin Bull Run kommt 2019

Bitcoin-Bulle Brian Kelly hält am Bull-Run-Narrativ fest. Trotz 60 Prozent Verlust seit Jahresbeginn sieht der CNBC-Moderator keinen Grund zur Panik. Die institutionellen Neuankömmlinge wie Fidelity Investments in der Krypto-Arena seien „fantastische Nachrichten“ für alle Bitcoin-Anleger. Die Nachricht über den angekündigten Krypto-Trading-Desk von Fidelity lässt auch altbekannte Bitcoin-Freunde wie den „Fast-Money“-Moderator Brian Kelly nicht kalt. Während […]