Zu hohe Gebühren: Klage gegen JPMorgan   

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Zu hohe Gebühren: Klage gegen JPMorgan  

Gegen die größte Bank Amerikas, JPMorgan Chase & Co., ist am 10. April eine Klage eingereicht worden. Ein Bundesgericht in Manhattan beschuldigt das Finanzinstitut, unangekündigte Gebühren und erhöhte Zinssätze bei Transaktionen mit Kryptowährungen erhoben zu haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Seit Mitte Januar ist es für Kunden von JPMorgan nicht mehr möglich, Kryptowährungen über ihre Kreditkarte zu kaufen. Entsprechende Transaktionen wurden seitdem als Barvorschüsse behandelt und mit entsprechenden Kosten versehen. Laut Klageschrift hat die Bank diese Maßnahme nicht vorher bekannt gemacht und Kunden, die sich darüber beschwerten, Rückzahlungen verweigert.

Kläger in diesem Fall ist ein Privatmann aus Idaho, dem JPMorgan bei Krypto-Transaktionen unerwartete Gebühren berechnete. Fünf Transaktionen zwischen dem 27. Januar und 02. Februar kosteten ihn 143,30 US-Dollar an Gebühren und 20,61 an Zinsen. Laut ihm gibt es viele weitere Kunden, die von den Gebühren überrascht wurden. Er rief beim Kundenservice an, um die Kosten anzufechten, aber die Bank verwehrte ihm eine Rückzahlung.

Die Klage bezichtigt JPMorgan Chase, den „U.S. Truth in Lending Act“ verletzt zu haben. Dieses Bundesgesetz verpflichtet Finanzdienstleister dazu, ihre Kunden über Bedingungen und Kosten ihrer Kredite aufzuklären. Die Bank hätte ihre Kunden über die Änderungen im Umgang mit Kryptowährungen informieren müssen. Der Kläger fordert einen Schadensersatz in Höhe von einer Million US-Dollar.

Banken wollen nicht für Kryptohandel bürgen

Mehrere Banken in Großbritannien und den USA haben entsprechende Transaktionen mit Kreditkarten untersagt. Dazu gehören neben JPMorgan Chase die Lloyds Banking Group Plc, Virgin Money, Citigroup Inc. und die Bank of America Corp. Dies geschah kurz nach dem Kursverlust der Kryptowährungen. Als Grund haben die Banken angegeben, das Risiko, dass die Banken bei einem Wertverfall zwischen Kauf und Abrechnung tragen, sei zu hoch. Beim Kauf mit Kreditkarte gibt die Bank zunächst einen Vorschuss. Dazu komme das Diebstahl-Risiko. Durch die neue Regelung können Cyberkriminelle keine Krypto-Transaktionen mit gestohlenen Kreditkarten mehr vornehmen. Außerdem gibt es neue Auflagen von Regierungsbehörden, die fordern, Transaktionen sichtbar zu machen, was im Falle von Kryptowährungen nicht möglich sei. Kunden der betroffenen Banken können nach wie vor Käufe von Kryptowährungen mit ihren Debitkarten veranlassen.

BTC-ECHO

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