Zentralbank Singapur erwägt bei Token Sales ähnliche Regulierung wie US-Wertpapieraufsicht

Zentralbank Singapur erwägt bei Token Sales ähnliche Regulierung wie US-Wertpapieraufsicht

Die Zentralbank von Singapur (Monetary Authority of Singapore – MAS) äußerte sich zur Regulierung von Token Sales und gab bekannt, dass diese in Teilen wie bei Wertpapieren gehandhabt werden sollen.

So sollen je nach Kontext der Emittierung und des entsprechenden Basiswertes Token nach Wertpapierrichtlinien reguliert werden. Ein Regulierungsbestreben, das sehr an die erlassenen Richtlinien zu Token Sales seitens der US-Wertpapieraufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission – SEC) erinnert.

In der Veröffentlichung der MAS heißt es:

“Die MAS hat beobachtet, dass die Funktionen von digitalen Token weit über die von virtuellen Währungen hinausgehen können. So können digitale Token ein Eigentumsverhältnis an Wertpapieren oder sonstigen Eigentümern verbriefen. Zu diesem Zwecke können solche Token im Rahmen ihrer Ausgestaltung unter die Wertpapier und Future Richtlinien fallen. Darüber hinaus können Token auch als Schuldverhältnis bzw. als Schuldverschreibung unter die Richtlinien des Securities and Futures Act fallen.”

Entsprechende Token Sales müssten demnach, genau wie andere Finanzprodukte oder Wertpapiere, einen Wertpapierprospekt herausgeben, bevor es zum Token Sale kommt. Zudem müssten Lizenzierungen eingeholt werden, um beispielsweise den Handel mit Token legal anzubieten. Bei Verstößen bzw. Nicht-Lizenzierung ist mit Strafen zu rechnen, so die Zentralbank.

Abschließend fordert die MAS in ihrem Statement alle an Token Sales oder Exchange-Plattform beteiligten Akteure dazu auf sich rechtliche Beratung einzuholen, um die erforderlichen Richtlinien zu erfüllen.

BTC-ECHO

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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