Wucherpreise beim Krypto-Hausverkauf in NYC

Chiara Bachmann

von Chiara Bachmann

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Chiara Bachmann

Chiara Bachmann studiert im Master Wirtschaft & Recht mit Schwerpunkt Finance an der Hochschule Aschaffenburg. Sie interessiert sich nicht nur für Anwendungen in der Finanzbranche, sondern auch für den gesellschaftlichen Wandel, den die Blockchain mit sich bringen kann. Es ist ihr eine besondere Herzensangelegenheit auch Frauen für die Thematik zu begeistern.

Quelle: great white shark, Carcharodon carcharias, False Bay, South Africa, Atlantic Ocean via shutterstock

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Der Hedgefonds-Manager Claudio Guazzoni de Zanett veräußert sein sechsstöckiges Stadthaus in Manhattan. Auf den ersten Blick ist das nichts Ungewöhnliches. Allerdings bietet Zanett das Anwesen nicht nur zu Fiat an, sondern würde es auch für Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum oder Ripple) verkaufen. Ob Zanetts Angebot eine Bereicherung für die Kryptowelt darstellt, ist allerdings fraglich.
Zahlung in Kryptos um 50 % teurer als Fiat

Zahlung in Kryptos um 50 % teurer als Fiat

Grundsätzlich kann es ein positives Licht auf die Kryptowelt werfen, wenn ein Deal in diesem Umfang mit Hilfe von digitalen Währungen abgewickelt wird. In diesem Fall muss man allerdings einen Blick auf den beziehungsweise die Kaufpreise werfen: Claudio Guazzoni de Zanett verlangt 30 Millionen US-Dollar bei einer Zahlung in Fiat und 45 Millionen US-Dollar in Kryptos. Hier wird schnell klar: Der Veräußerungspreis im Fall von Kryptowährungen ist um 50 % höher als bei einer Veräußerung gegen Fiat.

Unterstützung der Kryptowährungen oder reiner Profitgedanke?


Hier steht es zur Debatte, ob die angestrebte Akzeptanz von Kryptos bei dieser Art von Angebot funktioniert. Nach Zanetts LinkedIn-Profil sieht er sich selbst als „Blockchain Angel“ und ist demnach von der Technologie überzeugt. Diese Überzeugung spiegelt sich allerdings nicht in seinem Angebot für das Wohnhaus wider.

Zanett begründet den hohen Aufpreis mit der enormen Volatilität, die im Kryptomarkt herrscht. Die Volatilität leitet sich jedoch aus der Standardabweichung ab, die per definitionem das Upside-Potential sowie das Downside Risk beinhaltet. Daher könnte sich der Wert der für den Verkauf erhaltenen Kryptowährungen auch bald in eine positive Richtung entwickeln.

Kryptos als Zahlungsmittel

Um Kryptowährungen langfristig als Möglichkeit an Zahlungsmitteln zu etablieren, benötigt es mindestens gleichwertige Angebote im Vergleich zu Fiat. Ökonomisch denkende Menschen werden bei einem solchen Angebot niemals in Kryptowährungen zahlen, sondern immer auf Fiat zurückgreifen. Selbst begeisterte Krypto-Enthusiasten benötigen einen Anreiz, um Kryptowährungen nicht nur als reine Longterm-Investments, sondern eben auch als Zahlungsmittel zu erkennen. In der Hinsicht ist das Angebot von Zanett, wenn auch sicherlich gut gemeint, durch dieses Profitdenken ein Bärendienst für die Krypto-Akzeptanz.

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