Wohin mit all dem Müll? KleanLoop als digitaler Wertstoffhof

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Wohin mit all dem Müll? KleanLoop als digitaler Wertstoffhof

Ein kanadisches Unternehmen hat eine dezentralisierte Anwendung (dApp) entwickelt, die das Konzept des „Waste Mining“ populär machen soll. Mit KleanLoop soll zunächst das Problem alter Autoreifen angegangen werden. Doch die Visionen von Klean Industries Inc. gehen noch weit darüber hinaus.

Die blockchainbasierte Plattform KleanLoop soll künftig Unternehmen, Konsumenten und Regierungen einen transparenten Marktplatz für Wertstoffe zur Verfügung stellen. Durch Tokenisierung von Abfall mithilfe des „KleanCoins“ soll ein Anreiz geschaffen werden, damit sich der Umgang mit Müll, die Wiedergewinnung von Rohstoffen und der Energieverbrauch verbessert. Die Aufgabe der Plattform bestehe in der Automatisierung von Datenflüssen und Transaktionen, wofür Smart Contracts zum Einsatz kommen sollen. Damit verbunden sei nicht nur eine Kostensenkung für alle beteiligten Parteien. Darüber hinaus soll diese Vorgehensweise natürliche Ressourcen schonen. Ganz im Sinne der zirkularen Prozesse, ähnlich wie bei einer Permakultur, könnten so die Müllberge die Rolle der Natur als unendliches Lager einnehmen. Hierzu Jesse Klinkhammer, CEO von Klean Industries Inc.:

Nur mit Daten können wir die globale Müllkrise in unserer zunehmend regulierten Industriewelt in den Griff bekommen. Die Industrie benötigt wahrheitsgetreue und verlässliche Daten. Es ist von enormer Bedeutung, dass die Industrie nachhaltiger und verantwortungsbewusster wird und genau dafür brauchen wir KleanLoop. Dieses System kann mehr Transparenz in die gesamte Versorgungskette bringen. Wir sind zuversichtlich, dass diese Innovation das Potential zu einer wirklichen Lösung hat. […]

Einen ersten konkreten Use Case kann Klean bereits vorweisen: das Recycling von gebrauchten Autoreifen. Doch auch die Bekämpfung der Vermüllung der Weltmeere steht auf der Agenda von KleanLoop:

Als ersten Schritt gehen wir das globale Problem ausrangierter Autoreifen an. Die Lösung dieses Problems könnte zum schillernden Beispiel der zirkulären Wirtschaft per se werden […]. Dadurch würden nicht länger Milliarden dieser Reifen pro Jahr unseren Planeten belasten. Zusätzlich wird Klean auch […] eine Lösung für die Plastikproblematik finden, die unsere Meeresbewohner vernichtet. Die Lösung [dieser] heutigen Probleme erfordert ein Umdenken und schließlich die Nutzbarmachung der verfügbaren Technologien.

KleanLoop: Müll hat einen Wert

Die Technologien, die Klinkhammer zur Lösung vorschweben, sind die geflügelten Worte der Tech-Industrie: Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Neural Networks. In Fall von Klean Industries Inc. sind diese Schlagworte im bereits aufgesetzten System „Arnold“ realisiert. Damit lassen sich große Datenmengen auswerten und so neue Erkenntnisse über die Abfallwirtschaft gewinnen, so Klinkhammer. Für die geplante „Müllaustauschplattform“ gibt es zumindest bereits einen Slogan: „KleanLoop Will Ensure That All Waste Has Value“ (= „KleanLoop wird sicherstellen, dass jeder Müll einen Wert hat“).

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