Wird England bald zum neuen Drehkreuz für Bitcoin?

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © Photocrew Bednarek, Fotolia

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Letzte Woche wurde in England die konservative Partei erneut an die Macht gewählt. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie die Pläne zur Bitcoin-Regulierung aussehen könnten und ob die Partei in der Lage ist, ein zentrales Drehkreuz für Bitcoin zu schaffen.

Erst im April veröffentlichte die englische Regierung ihre Haltung gegenüber Bitcoin verlangte weitere Informationen: “Die Regierung plant ein neues Anti-Geldwäsche Gesetzt für die Regulierung von digitalen Währungen in England. Ziel ist die Unterstützung von digitalen Währungen und die Vorbeugung von kriminellem Missbrauch. Die Regierung wird im nächsten Parlament eine formelle Anhörung einberufen.”

Die geplante Regulierung ist kein Grund für die Unternehmen, in die Berge zu flüchten oder sich in das Silicon Valley zu verziehen. Auch wenn das Wort “Regulierung” meist nicht gerne gesehen wird, kann sie in diesem Fall aber auch sehr hilfreich für die weitere Entwicklung von Bitcoin sein.

Zudem steht die Bank of England (BoE) den digitalen Währungen sehr optimistisch gegenüber. Im Februar veröffentlichte die Bank einen neuen Bericht aus dem schlussfolgern hervorgeht:

“Auch wenn die privaten digitalen Währungen noch Mängel aufweisen aus der eine derzeit noch hohe Volatilität resultiert, ist die Technologie auf der Bitcoin basiert, sehr vielversprechend.”


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Die BoE hatte zudem die Möglichkeit erwähnt, eine eigene und auf Bitcoin basierende digitale Währung zu schaffen.

Die BoE versprach den Support von digitalen Währungen, egal welche neue Partei an die Macht kommt. Glücklicherweise vertreten die BoE und die neulich gewählte konservative Partei den gleichen Standpunkt.

Schatzkanzler begrüßte den Standpunkt der BoE und meldete sich auf Twittr zu Wort:

“Gut dass sich die BoE den digitalen Währungen annimmt – es ist wichtig dass die Konsumenten von der neuen Technologie profitieren und dass die Fintech Unternehmen gedeihen können.”

Die Regierung ist voller Hoffnung, dass die bevorstehende Regulierung zugunsten der digitalen Währungen ausfallen wird.

Bitcoin Regulierung

Mit dem neuen Parlament wird wohl, wie bereits von der Regierung versprochen, eine formelle Anhörung im Sommer stattfinden. Bis dahin können wir nur erahnen, wie die neue Bitcoin-Regulierung aussehen wird.

Mit den bisherigen Stellungnahmen seitens der Regierung können wir aber folgendes erwarten:

  • Die Regulierung wird anfangs nur auf Börsen angewandt werden, die Fiat- und digitale Währungen handeln
  • Die Know-Your-Customer  (KYC) Prozedur wird nötig sein, um Bitcoin-Transaktionen weniger anonym zu gestalten
  • Bereits bestehende Anti-Geldwäsche Gesetzte werden womöglich übernommen
  • Strafverfolgungsbehörden werden dazu berechtig sein, illegal verwendet Bitcoin-Bestände zu konfiszieren
  • HM Treasury wird eine Sanbox für FinTech Startups schaffen und die Regulierung zu testen

Großes Potential

Mit der neu gewählten Regierung bietet England ein großes Potential  ein internationales Drehkreuz für Bitcoin zu werden. Nicht zuletzt wegen der starken FinTech Industrie, sondern auch wegen der vielversprechenden Regulierungsansätze und Vorschläge seitens der Regierung. Dennoch sollte sich die Bitcoin-Branche nicht zu früh freuen. Die regulatorischen Herausforderungen und die Integration von Bitcoin in das traditionelle Finansystem auf globaler Ebene können auch Probleme mit sich führen.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Josh Blatchford via CoinDesk

Image Source: Fotolia


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