Wir müssen reden – Kryptobeauftragte der SEC will Austausch fördern

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Wir müssen reden – Kryptobeauftragte der SEC will Austausch fördern

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde hat seit Juni eine neue Kryptobeauftragte. Sie heißt Valerie Szczepanik und erhofft sich für die Zukunft mehr Dialog zwischen der aufstrebenden Kryptoindustrie und der Securities and Exchange Commission (SEC).

Es ist das inzwischen fast schon alte Lied, das nach wie vor durch die Hallen der SEC hallt. Eine dünne Melodie, die von den Ängsten der Investoren erzählt. Darüber dröhnt die herrschende Stimme der Regulatoren, gegen die die Melodie kaum noch ankommt. Die Quintessenz des regulatorischen Liedes: Innovation gegen Gesetz.

Doch das soll sich nun ändern. Zumindest wenn es nach der Kryptobeauftragten der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde geht. Wie Bloomberg berichtet, erklärte sie nämlich, dass die aktuellen Töne, die zwischen Krypto-Start-ups und der von Franklin D. Roosevelt gegründeten SEC alles andere als förderlich seien:

„Wir hoffen, dass sich die Menschen anpassen. Wenn es dafür allerdings keine Anzeichen gibt, wenn die Menschen beschließen, die Gesetze zu ignorieren, müssen wir vielleicht eine andere Linie fahren.“

Die Drohung schwingt also mit: Entweder ihr spielt nach unseren Regeln oder wir müssen andere Töne anschlagen. Dennoch: Momentan zieht die SEC offenbar den Dialog einem Streit vor:

„Wir wollen, dass die Menschen kommen und mit uns reden. Wenn ich mich mit Leuten treffe, will ich, dass sie mich als jemanden sehen, der an Kommunikation interessiert ist. Und als jemand, der Innovation fördert und Investoren wie Märkten beim Wachsen hilft.“

Die Kryptozarin Valerie Szczepanik hat Erfahrung

Ihr neuer Job, von Bloomberg als „Kryptozarin“ bezeichnet, sieht es vor, die Kryptoindustrie und vor allem ICOs zu überwachen. (Bei denen es bekanntlich kein Leichtes ist, zwischen Scam und Innovation zu entscheiden und die Nadel im Heuhaufen zu finden. Näheres dazu hier). Damit hat die seit Juni herrschende Beauftragte für digitale Assets und Innovation Erfahrung – zuvor hatte sie die Aufsicht über Initial Public Offerings und Aktienverkäufe inne.

Lies auch:  Regulierungs-ECHO KW6: Geleakter Optimismus

Mit ihrem Job als Kryptozarin wird sie in kommender Zeit jedenfalls noch einiges zu tun haben. Laut Zahlen von Coinschedule lag das eingenommene Kapital bei ICOs im letzten Monat bei 5,6 Milliarden US-Dollar – so viel wie in keinem Monat zuvor. (Das entspricht übrigens ungefähr dem 24-Stunden-Handelsvolumen von Bitcoin). Auch an der Entscheidung zu den anstehenden Bitcoin ETFs hat die Kryptozarin damit Teil. Bei der Entscheidung, die Bitcoin-ETFs der Winklevoss Brüder abzulehnen, hatte Valerie Szczepanik jedenfalls Mitspracherecht.

Unter den Regulatoren gilt sie als Expertin – neben einer 20-jährigen SEC-Erfahrung bringt die 51-Jährige auch Erfahrung im Kryptospace mit. Bereits seit sechs Jahren soll sie sich mit Bitcoin befassen – sie kann ein Liedchen davon singen.

BTC-ECHO

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