Wie ticken zentralisierte Krypto-Börsen? Teil 3: Welche Transaktionspattern häufig vorkommen

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von Into the block

Am · Lesezeit: 4 Minuten

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IntoTheBlock ist ein Team von Datenanalysten, KI-Geeks und Krypto-Enthusiasten, die gemeinsam die Geheimnisse von Krypto-Assets entschlüsseln und Investoren relevante Informationen liefern wollen. Dazu bauen sie eine Plattform auf, die einzigartige Insights mithilfe von Machine Learning und statistischen Methoden generiert. So ermöglichen sie eine vollumfängliche Durch Analyse von verschiedensten On- und Off-Chain-Faktoren entwickeln sie neue Indikatoren, die neue Blickwinkel auf den Krypto-Markt ermöglichen.

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Eine Helikoptersicht auf die Dynamik vieler Wallets einer Krypto-Börse wie Binance oder Poloniex

Quelle: Into the Block

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Zentralisierte Börsen sind, auch in Zeiten einer fortgeschrittenen On-Chain-Analyse, immer noch eine Black Box. Verschiedene Faktoren tragen hierzu bei: Anonymität, Wash Trading und ein fehlender Standard beim Abgleich von Bitcoin-Konten wären hier zu nennen. Mithilfe von Machine Learning und Datenanalyse kann man jedoch auch diese unbekannte Seite des Krypto-Ökosystems etwas transparenter machen. So konnte man zehn börsentypische Transaktionspattern erkennen. 

Dieser Artikel ist Teil einer Reihe. Auch wenn wir einige Begriffe hier noch einmal erklären, sei zum tieferen Verständnis und als Einführung auf die ersten zwei Artikel der Reihe verwiesen.

Bisher haben wir uns ein paar Details in der Wallet-Architektur von zentralen Krypto-Börsen angeschaut. Dabei konnten wir vier Arten von Wallets benennen:

  • Hot Wallets als Kontaktpunkte zwischen der Krypto-Börse und externen Parteien
  • Cold Wallets als Tresore der Börsen
  • Deposit Addresses, sprich temporäre Adressen für Zahlungseingänge
  • Withdrawal Addresses als zu Deposit Addresses komplementäre Möglichkeiten zum Zahlungsausgang

Wie schon im ersten Artikel dieser Reihe diskutiert, fallen bei manchen Börsen Einzahlungs- und Auszahlungsadresse zusammen.


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Wir haben das Wissen für die Börsen Poloniex und Binance angewandt und konnten sehen, dass die interne Architektur von unterschiedlichen Börsen ebenso stark unterschiedlich sein kann.

Mit Ensemble Learning auf der Spur nach Transaktions-Pattern

Kann dieses Wissen noch weiter systematisiert werden? Gibt es neben den schon in den Artikeln besprochenen Pattern weitere, die man bei jeder Börse ausfindig machen kann? Antworten darauf zu finden ist nicht leicht. Es ist sogar so kompliziert, dass klassisches Machine Learning hier an Grenzen stoßen würde. Die Pattern, die im Kontext von Krypto-Börsen vorkommen, sind zu mannigfaltig, als dass sie mit einem einzelnen Modell erkannt und klassifiziert werden könnten. Außerdem ist die On-Chain-Architektur einer zentralen Krypto-Börse nichts in Stein Gemeißeltes, sondern unterliegt einem ständigen Update- und Wartungsprozess. Das wiederum ist ein Hindernis für den Lernprozess eines einzelnen Machine-Learning-Modells.

Was jedoch, wenn man mehrere dieser Modelle miteinander verknüpft? Das Zusammenspiel mehrerer dieser Modelle könnte die facettenreiche Struktur der zentralen Krypto-Börsen besser darstellen. Die Interaktion zwischen diesen könnte auch deutlich stabiler mit den oben genannten Update- und Wartungsprozessen umgehen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Ensemble Learning. In unserem Fall der Untersuchung des On-Chain-Verhaltens von Krypto-Börsen würde man ein Ensemble an Modellen aufsetzen, welches Adressen als Hot Wallets, Cold Wallets, Deposit Addresses oder Withdrawal Addresses klassifiziert. Im Gesamtergebnis schaut man sich dann an, wie die unterschiedlichen Modelle die einzelnen Adressen klassifiziert hätten, um so zu einer Gesamteinschätzung zu gelangen.

Mit diesem Ansatz konnte Into The Block zehn Pattern on-chain erkennen, die typisch für Krypto-Börsen sind. Zehn sollen hier vorgestellt werden:

Deposit-Transaktionen mit niedrigem Volumen

Manche Börsen senden die Funds einer kleinen Anzahl an Deposit-Adressen mit einer Transaktion an eine Hot Wallet. Ein Beispiel dafür haben wir im letzten Artikel kennengelernt: Poloniex tut genau das.

Deposit-Transaktionen mit hohem Volumen

Andere Börsen wie Binance gehen da anders vor: Sie kombinieren die Funds von vielen Deposit-Adressen mit einer Transaktion in eine einzelne Hot Wallet.

Withdrawal-Transaktionen mit niedrigem Volumen

Die obigen Gedanken lassen sich auf Withdrawal-Adressen erweitern: Manche Krypto-Börsen strukturieren ihre Withdrawals so, dass Transaktionen von einer Hot Wallet an wenige Withdrawal-Adressen gesendet werden…

Withdrawal-Transaktionen mit hohem Volumen

… während andere Börsen möglichst viele Withdrawal-Adressen mit einer einzigen Transaktion mit Geldern versorgen.

Direkte Deposit-Transaktionen

Unabhängig von der Menge an Deposit-Adressen, die in einer Transaktion an eine Hot Wallet vorkommen, kann man noch unterschiedliche Strategien beim Weg zur Hot Wallet unterscheiden. Manche Börsen tun dies auf direktem Weg; von Deposit-Adressen geht es direkt in die Hot Wallet.

Temporäre Deposit-Adressen

Andere Börsen nutzen temporäre Adressen zwischen Deposit-Adressen und der Hot Wallet.

UTXO-Pattern

Krypto-Börsen nutzen Unspent Transaction Outputs oder kurz UTXTs dauerhaft, um Transaktionen zu strukturieren.

Börsen mit einer einzigen Hot Wallet

Wie im zweiten Teil der Reihe vorgestellt, arbeiten manche Börsen, beispielsweise Binance, mit einer einzelnen Hot Wallet…

Börsen mit zwei Hot Wallets

… während andere wie Poloniex mit einer Konstruktion aus zwei Hot Wallets arbeiten. Dabei wird eine der Hot Wallets zur weiteren Verarbeitung von Deposits, eine zweite zur weiteren Verarbeitung von Withdrawals verwendet.

Transfers zwischen unterschiedlichen Börsen

Börsen existieren nicht als isoliertes Phänomen. Nicht einfach die einzelnen Kunden interagieren ständig, auch die Börsen untereinander tauschen regelmäßig Gelder aus. Ein Beispiel dafür ist BitStamp. Diese Börse tauscht häufig mit anderen Krypto-Börsen wie Binance Funds aus.

Wie gesagt, diese Pattern sind erst der Anfang. Wie man sieht, können die Machine-Learning-gestützten Visualisierungen helfen, die inneren Dynamiken von Börsen zu verstehen. Gerade bei der genaueren Analyse von großen Transaktionen, wie sie regelmäßig Whale Alert liefert, kann ein derartiges Verständnis helfen, die Transaktionen einzuordnen. Die Plattform von Into The Block nutzt Analysen, um Investoren und Tradern neuartige, investmentrelevante Signale zu geben.

Autor dieses Textes ist Jesus Rodriguez, CTO von IntoTheBlock


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